Über das baskiselie Alphabet.
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Gegenden anwendet. Eine Zeit lang hat man, gerade um den Gegensatz
zum Französischen hervorzuheben, diesen Vokal auch ou geschrieben,
doch ist dies neuerdings und mit Recht wieder
aufgegeben ’). Es darf aber nicht ausser Acht gelassen
werden, dass auch o öfters wie u ausgesprochen wird und zwar
nicht blos, wenn ein Vokal, sondern auch, wenn ein Consonant
darauf folgt 8 ); z. B. Jainkoa (der Herr), gaistoen (gen. plur. von
geistoa schlecht),wo«*(wann), wow(wo), nor (wer?) lauten: Jainkua
gaistuen, nutz, nun, nur.
Ausserdem ist aber noch eine Besonderheit in Betreff des i zu
bemerken, die sich im guipuzcoanischen Dialekt findet. Wenn nämlich
auf dasselbe ein Vokal folgt»), so verändert sich dessen Aussprache
in die eines deutschen j, ähnlich wie es im französischen
Dieu oder wie das y im Magyarischen (z. B. nagy) ausgesprochen
wird. So heisst andi, gross, mit dem bestimmten Artikel a: andiu.
Dies lautet aber nicht an-di-a, sondern andd-ja. Kommt i zwischen
zwei Vocale zu stehen, so wird statt seiner ein y geschrieben; z. B.
zai, welches einen „Aufseher, Hüter“ bedeutet, wird, wenn der bestimmte
Artikel a hinzutritt, nicht zuia, sondern zaya geschrieben.
Auf die Entbehrlichkeit des y hatten schon Etcheberri (1630) und
Oihenart hingewiesen 10 ) und in der That erscheint es im allgemeinen
eben so überflüssig, wie in der deutschen Schreibweise
„seyen“ für „seien“. Das Guipuzcoanische 1 ') behandelt das y auch
in der Beziehung gleich dem i, dass es, wo es (an Stelle des i) zwischen
zweien Vokalen steht, in ein (deutsches) joder wenn mau will
in ein erweichtes d. übergeht; z. B. turmoi „Donner“, turmoia (geschrieben
turmoyd) „der Donner“ lautet turmodja■ Nur im labourdinischen
Dialekt lautet das y im Anlaute gleich einem doppelten i;
Prinz Bonaparte will 1 3 ) daher zwei verwandte Buchstaben y und 2/
unterscheiden, von denen der erstere dem y im französischen payer
gleichkommen, der letztere ein härterer Gaumenlaut sein soll.
7 ) Dar rigol, Dissertation, p. IS.
a ) Inchauspe, a. a. 0. p. XII.
!> ) S. v. IC y s s, Essai d’une Grainmaire de de la langue basque. p. 6.
10 ) S. oben III. S. 11.
1 v a n IC yss, a. a. 0. p. I 3.
la ) Cantiemn (III. Note 13) Adnotaliuneula.