290
Z i n g e r 1 e
V. 9350 lesen nur F G richtig:
zum vierden mal mach [mag W B 5] ain geleichnuß.
Dagegen haben V. 9333 W B G nur das Ächte:
dein red beslieszen gar wol.
F liest bedachtnuß, S gedenknuß.
V. 9388 lesen W B S G richtig:
so tritel nicht umb als ain huen, F falsch „als ain han“.
V. 9414 lesen FS G:
des selben muest ich also schallen: gevallen,
unrichtig liest W. lachen.
Dagegen liest im V.
wan frumme frawen sein so wert 9303
F unrichtig frömde st. frumme.
V. 9973 bieten F S G das Ächte:
als ain snmerleicher schein,
wo W. falsch „ain sunnenliechter“ liest.
V. 10019 liest nur F richtig:
die ewig ist an alles lait, wo W B S
„an alles ende“, G. „an ende lesen.“
Den besten Text, abgesehen von der Schreibweise, bietet im
Ganzen F, zunächst steht W, das oft das Richtige bietet, wo F irrt i).
W am meisten verwandt ist B. S neigt bald zu W, bald zu F. — G
schliesst sich am meisten S an, stimmt aber öfters mit F oder W
überein. Nach meiner Ansicht ist einer Ausgabe im Ganzen und
Grossen F zu Grunde zu legen; da aber W (B) in vielen Fällen
das Richtige bietet, muss dieser Handschrift oft gefolgt werden. Ja
in manchen Fällen muss selbst F und W gegenüber S berücksichtigt
werden, da diese das Ächte und Ursprüngliche erhalten hat, z. B.
’) Z. B. 765. 1208. 1591. 1604. 1727. 3228. 3279. 5077. 9353. 9388. 9503. 8925.