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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

Z  i  n  g  e  r  1  e  ,  Beiträge  zur  älteren  tirolischen  Literatur.  II.

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Beiträge  zur  älteren  tirolischen  Literatur.
II.
Hans  Vintler.
Von  Dr.  Ignaz  V.  Zingerle.
I.  Handschriften.
Wir  besitzen  von  Vintler’s  Gedichte  vier  Handschriften  und
überdies  in  einem  Innsbrucker  Codex  bedeutende  Auszüge  aus  demselben. ­
  Es  sind  folgende:
1.  Die  Wiener  Handschrift  (W.)  der  k.  k.  Hofbibliothek
Nr.  13567  olim  suppl.  1168.  Papier,  215  Bl.  in  Folio.  Sie  enthält
Bl.  2 a —177 b  Vintler’s  Gedicht  und  gehört  der  ersten  Hälfte  des
15.  Jahrhunderts  an,  ja  könnte  den  Schriftzügen  nach  noch  in  die
Lebenszeit  des  Verfassers  zurückreichen.  Dass  sie  aber  vom  Dichter
nicht  herrührt,  sondern  das  Werk  eines  Abschreibers  ist,  zeigt  uns
der  Umstand,  dass  der  Schreiber  die  losen  Blätter  einer  vorliegenden
Handschrift  auf  das  sinnloseste  manchmal  verwechselte  und  so  nicht
zusammengehörige  Stellen  verband.  So  stehen  Bl.  24 b  die  V.  1688
bis  1704  und  V.  1852  —  1861,  Bi.  25“  die  V.  1862—1887,  Bl.  25 b
die  V.  1888—1906  und  die  Fortsetzung  der  Bl.  24 b  unterbrochenen
Erzählung  von  Alexander  und  dem  Seeräuber  V.  1705—1714.  —
Bl.  30“  beginnt  mit  V.  1946  und  erst  Bl.  33 b  nach  V.  2131  folgen
die  Verse  1907  —  1915.  In  diesen  Fällen  kann  nicht  von  einem  Verbinden ­
  der  Handschrift  die  Bede  sein,  da  die  ganz  störenden  Zusammensetzungen ­
  verschiedener  Stellen  mitten  auf  Blättern  begegnen.
Der  Schreiber  kannte  auch  den  Namen  des  Dichters  nicht
genau  und  schreibt  V.  5761.  10091.  10103  Vinclär  und  V.  5370
            
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