Armeniaca III.
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Mit dieser neuen Stellung des Accentes trat innerhalb derWortlormen
eine Reihe von Veränderungen ein, welche sich vor allem auf
den Auslaut derselben beziehen.
Es schwanden nämlich in Folge der schwachen Articulation
der letzten Sylbe die schliessenden Consonanten,
namentlich m, t, s, sowohl einzeln als auch als Bestandtheil der
Lautgruppen, nur g hielt sich nach vorhergehendem Nasal, welcher
dabei verloren ging, so dass von der Gruppe Nasal + Q nur g allein
übrig blieb. In Folge derselben schwachen Articulation sanken
sämmtliche Vokale, ob nun ursprünglich schliessend, oder in Folge
des Schwundes ursprünglich schliessender Consonanten in den Auslaut
gekommen, zum tonlosen e herunter, welches in der Schrift gar
nicht ausgedrückt wurde. Nur die Diphthonge e (ai) und 6 (au)
verkürzten sich zu i und u. Bei betonter drittletzter Silbe wurde
auch der Vokal der vorletzten Silbe häufig in e geschwächt und folglich
in der Schrift ganz fallen gelassen.
Auf diese Weise wurden die meisten Formen der Sprache zuletzt
in consonantisch schliessende und auf der letzten
Silbe betonte umgewandelt, Formen, wie sie die gegenwärtige
armenische Sprache darbietet.
Indem wir nun die Wirkungen dieses Gesetzes an den einzelnen
Formen betrachten, werden wir die letzteren nach den beiden Kategorien
Nomen und Verbum einer kurzen Musterung unterziehen.
I. Nomen.
In Betreff des Substantivums kennt das Armenische innerhalb
der Declination den Unterschied zwischen consonantischen und vokalischen
Themen, welcher auf die Gestaltung der auslautenden Suffixe
von bedeutendem Einfluss ist. Die vokalischen Themen zerfallen
wieder nach den drei Vokalen i, u und a in zwei Reihen, worunter
wiederum der Vokal a, je nachdem er als a oder als o zu Tage tritt,
zwei Unterreihen in sich befasst.
Wir haben also eine consonantische, eine i- und z<-Declination,
eine doppelte «-Declination und endlich eine, aus der consonantischen
und der i- und «-Declination zusammengesetzte, sogenannte gemischte
Declination zu unterscheiden.