Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

E

Über  das  lateinische  u.  romanische  Element  in  der  baskischcn  Sprache.  257
u.  s.  w.  Für  den  baskischen  Ursprung  scheint  der  Umstand  zu
sprechen,  dass  nur  in  dieser  Sprache  der  vocalische  Vorschlag  vor
dem  r  ganz  allgemein  ist,  während  das  Romanische  das  r  auch  im
Anlaute  duldet,  sodann  auch  der,  dass  hier  nur  a,  nicht  aber  auch  e
und  i  als  Vorschlag  bekannt  sind.
3.  Auch  das  mag  der  Vollständigkeit  wegen  wiederholt  werden,
dass  das  anlautende  r  im  Baskischen  auch  dadurch  beseitigt  wird
dass  es  vom  Anlaute  zurücktreten  muss;  daher  wird  aus  renegatus:
arnegat,  aus  reinette:  arnet.  Vielleicht  Hesse  sich  auf  diese  Art  auch
der  Übergang  von  horologium  oder  vielmehr  des  span,  reloj  in  arloia
erklären.
4.  Im  Inlaute  und  Auslaute  geht  r  öfters  in  l  über,  z.  B.  furia
in  fulia,  fr.  guerre  bask.  gerla,  arbor  bask.  arbol.
5.  Hin  und  wieder  findet  sich  auch  der  Übergang  des  r  in  d,
z.  B.  amor:  amodio,  primavera:  primadera.
6.  Im  Inlaute  wird  r  verdoppelt,  z.  B.  murena:  amurraina.

IV.
Vergleichende  Tabelle  sämmtlicher  Buchstaben.
1.  Vocale.

Lateinisch
a
ad a  m.  fr.  aim
c
an
9
aq.  sp.  ag
e

Baskisch
a
e
i
aim
ain
aig
e
a
ai
i
o

ei
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.