Über das lateinische u. romanische Element in der baskischen Sprache. 255
in voraufgeht; z. B. instans (fr. instant) wird ichtant, instinctus:
ich t int o.
6. Zweifelhaft erscheint der Vorschlag des Vocals vor einem s
purum.', man muss ihn annehmen, wenn lat. siccare = bask. izekitu,
signum = izena, sordes = izerdia ist 41 *).
N. *»).
1. In naturaleza und manchen andern Worten bleibt n im Anlaute
unverändert. Dahin ist aber negua „der Winter“ 44 ) wohl
nicht zu zählen, obschon eine Verwandtschaft mit nix wohl nicht
ganz von der Hand zu weisen sein dürfte.
2. Es geht aber auch n sowohl in m als in r über, wie anima
sowohl alima, als auch arima im Baskischen lautet, so wie alimal
und arimal neben einander Vorkommen.
3. In dem baskischen Worte eskidancha oder auch eskudanclia
trifft man auch ein Beispiel eines Überganges des n in d an, indem
mit jenem Worte das franz. esquinancie „Halsbräune“ wiedergegeben
wird.
4. Auffallend ist, dass man keiner Wandlung des n in m begegnet,
da diese sonst im Baskischen häufig ist. Beim Zusammentreffen
mit b und mitp wird nämlich n ganz regelmässig zu m, i. B. nombait
für nonbuit, lehembizico für lehenbizico, mempetu für menpetu 4s ).
5. Hin und wieder wird n ganz fortgeworfen, z. B. aus corona
wird klioroct, aus honor: ohorea.
L. 4 0-1.
In vielen Wörtern bleibt l bestehen, z. B. largon = largus
legen = lex, legis, leinuu = linea u. s. w.
2. Im Inlaute hat sich l häufig in r verwandelt; so in beladra
— veratrum, borondnte = voluntas; deabru - diabolus, pirola =
* 3 ) Vergl. Blade, Etudes sur l’origine des Basques. p. 271. not. 1.
4s ) S. Diez, Grammatik. Bd. 1. S. 23d 4
44 ) S. die Abhandlung: Über die Einwanderung der Iberer in die pyrenäische Halbinsel.
S. 19 u. f.
4s ) Vergl. van Eyss, Essai d’une Grammaire basque. p. 7.
46 ) Diez a. a. 0. S. 240 u. ff.