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Müller
ständigen Pronomens bewiesen werden. Im Gegentbeile lässt sich
schon aus dein letzteren der Nachweis führen, dass eine solche Erklärung
der Mehrzahl-Bildungen vollkommen unmöglich ist.
Betrachtet man die Pluralbildungen vayam, yüyam, te (tai)
gegenüber ihren Singularformen, so lässt sich an ihnen am allerwenigsten
eine Zusammensetzung von zwei Personal-Stämmen nachweisen.
Gleichwie te (tai) aus dem Stamme ta- und dem formalen
Pluralzeichen i zusammengesetzt ist, müssen auch vayam, yüyam in
va-t-am, yü-i-am deren -am offenbar dieselbe Geltung hat, wie
in aham, tvam, ayam, idam, mahyam, tubhyam etc. aufgelöst werden.
Ein Gleiches kann man auch von asme, yusme behaupten,
welche nur aus a-sma-i, yu-sma-i 2 ) sich genügend erklären lassen.
Die Behauptung, in dem sma dieser Formen, sowie der Plural-Stämme
asma-, ynsma- stecke ein Plural-Element, ist vollkommen
aus der Luft gegriffen, da dieses sma doch kein anderes sein kann,
als das in ta-smdi, tasmdt, tasmin etc. auftretende, wo es doch wohl
keinen Plural bezeichnen wird.
Nach unserer Ansicht ist. sma ein reines Determinativ und spielt
in den Formen : tasmdi, tasmdt, tasmin, asma-, yusma- etc. dieselbe
Rolle, wie das an- in den semitischen Formen an-ta, an-tum,
an-dkhi, anaynü ete.=).
Was nun unser oben gefundenes Pluralzeichen i anlangt, so
wird es in diesem Sinne von den meisten Sprachforschern geläugnet,
indem man behauptet, dass dort, wo dieses i zu Ende der Wörter
auftritt, das eigentliche Pluralzeichen -as abgefallen ist. Wir können
nicht umhin, diese Behauptung als eine leere Ausflucht zu bezeichnen,
durch welche vorgefasste Meinungen gestützt werden sollen. Was in
aller Welt berechtigt denn dazu, den Abfall eines Elementes anzunehmen,
von dem man in keiner der dahin gehörigen Formen auch
die geringsten Spuren nachzuweisen vermag? Wie kommt es denn,
dass nirgends hinter diesem i das eigentliche Pluralzeichen sich
V Für ma-i-am, tva-i-am. vayam verhält sich zu mayam wie -vasi zu -masi, wie das
Suffix -vant zu -mailt u. s. w.
2 ) Statt masma-i, tva-sma-i.
Vgl. Benfey. Über einige Pluralbildungen des indogermanischen Verbum. S. 11.
(Abhandlungen der k. Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen, Bd. XIII.)