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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

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Goldbacher

doch  der  Kritiker  auf  die  Überlieferung  des  F l  zurückgehen.  Wir
werden  sehen,  dass  aus  derselben  durch  Beseitigung  dreier  kleiner,
leicht  begreiflicher  Fehler  die  ursprüngliche  Form  sich  wird  herstellen
  lassen.  Die  Leseart  collectam  und  aestimandam  zeigt  uns
nämlich,  dass  für  dominatione  zu  schreiben  sei:  dominationem,  das
sein  m  durch  das  folgende  multorum  verloren  hat;  pecuniae  ist  durch
den  vorhergehenden  Genetiv  corporis  aus  pecunia  entstanden:  bessern
wir  endlich  noch  nach  Massgabe  des  Gegensatzes  sed  cum  decreto
communiden  auf  einem  Missverständnisse  von  cum  beruhenden  Fehler
cum  vecordia  impotentiaque,  so  lautet  es:  vires  enim  non  corporis
nec  pecunia  collectam  dominationem  multorum  aestimandam  putat,
cum  vecordiae  impotentiaeque,  sed  cum  decreto  communi  virtutibus
omnibus  ornati  viri  et  onmes  incolae  fundati  legibus  obsequuntur.
Die  Leseart  der  späteren  Handschriften  ist  offenbar  ein  Emendationsversuch,
  denn  nachdem  dominationem  in  dominatione  corrumpirt  war,
hatten  collectam  und  aestimandam  ihre  Beziehung  verloren  und  wurden
daher  an  vires  angeschlossen,  während  dominatione  in  den  Dativus
des  Interesses  überging.  Ich  habe  mich  an  dieser  Stelle  länger  aufgehalten, ­
  als  es  vielleicht  die  Herstellung  derselben  zu  erfordern
schien,  weil  sie  besonders  belehrend  ist  für  das  Verhältniss  der  Handschriften ­
  zu  einander  und  uns  einen  klaren  Einblick  gewährt,  wie  oft
von  geringen  Versehen  der  Stammhandschrift  ausgehend  durch  unglückliche ­
  Correcturen  der  Text  allmählig  immer  mehr  und  mehr
zerrüttet  wurde.
c.  25,  p.  258  lesen  wir,  nachdem  von  der  Ehe  die  Rede  war.
über  die  Erziehung  der  Kinder:  et  qui  de  talibus  nuptiis  erunt  orti,
studiis  congruentibus  imbuentur  et  optimis  disciplinis  communi  praeceptorum
  magisterio  docebuntur  non  virile  secus  modo  verum  etiam
feminarum,  quas  vult  Plato  omnibus  partibus,  quae  proprie  virorum
putantur,  coniungendas  esse  hellicis  eis;  quippeutriusquecum  natura
una  sit,  eandem  esse  virtutem.  eiusmodi  civitatem  nullis  extrinsecus
latis  legibus  indigere;  regiam  quippe  prudentiam  (so  wenigstens  die
Codd.  Voss.  Vulc.  Bd.;  in  den  übrigen  Handschriften  regia  quippe
prudentia;  F x  ist  nicht  ausdrücklich  erwähnt)  et  eiusmodi  institutis
ac  moribus,  quibus  dictum  est  (?)  fundata  ceteras  leges  non  requirat.
Für  bellicis  eis  haben  schlechtere  Handschr.  hellicis  etiam,  was  gewiss
nur  eine  Correctur  ist.  Eis  halte  ich  für  nichts  anderes  als  eineDittographie
  der  Silbe  eis  und  möchte  daher  den  Ausfall  eines  quoque
            
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