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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

Zur  Kritik  und  Erklärung  von  L.  Apuleius  etc.

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und  adustis  wiedergegeben  ist,  und  nur  mehr  das  Tr,xop.ivon  des  entsprechenden ­
  Ausdruckes  harrt,  wofür  mucescentibus  unbrauchbar
ist,  so  mag  das  überlieferte  mitescentibus  nicht  so  ganz  verwerflich
erscheinen;  nur  muss  man  es  nicht  bloss  mit  Floridus  von  den  zur
Reife  gelangenden  Früchten  verstehen,  sondern  allgemeiner  fassen,
denn  auch  vom  Sieden  und  Kochen  wird  es  gebraucht  Ovid  Met.  15,
78  sunt,  quae  mitescere  flamma  mollirique  queant.  —  Das  Folgende
ist  arg  verderbt;  die  verschiedenen  Versuche  der  Wiederherstellung,
von  denen  gewiss  keiner,  am  wenigsten  aber  der  Hildebrands  genügen ­
  kann,  zu  beleuchten  würde  zu  weit  führen;  wir  gehen  daher
gleich  an  die  Sache  selbst.  Für  ea  quaeruntur  hat  unstreitig  Lennep
mit  ea,  quae  vertuntur  das  Richtige  getroffen,  doch  verbinde  ich
damit  sogleich  das  vapore  vel  fumo,  wodurch  der  Ausdruck  mit  den
Worten  bei  Plato  an  der  oben  genannten  Stelle  psraßdXAc,vzog  ydp
voarog  sig  dipa  aspog  rs  dg  ööcop  sv  rtö  psza^ö  rourcov  ysy6vaGiv :
i'.oi  os  GGpoci  lgiip.Ka.ria.’.  y.arcvog  v?  äpiylrrt  toütcov  5s  tö  psv  e!g  dspog
dg  öocop  !Öv  optyß.ri,  rö  5s  sig  voarog  sig  dipa  y.anvög  grosse  Ähnlichkeit ­
  gewinnt.  Der  Ablativ  bei  verti  ist  wie  überhaupt  bei  den  Worten
des  Wechselns,  Umtauschens  mutare,  com-  per-  mutare  nicht  selten.
Nun  liegt  es  nahe,  auch  die  beiden  folgenden  Worte  zu  verbinden  zu
exhalant  odores,  so  dass  also  der  Satz  lautet  cum  quidem  ea,  quae
vertuntur  vapore  vel  fumo,  exhalant  odores,  in  his  (d.  i.  odoribus)
iudicium  sensusque  succedunt.  —  Die  nächsten  Worte  schreibt
Hildebrand:  nam  si  res  istae  stent  integrae  et  aer  purus,  nunquam
eiusmodi  auras  inficiunt.  eos  sensus  quidem  ipsi  communes  nobis
sunt  cum  ceteris  animantibus.  Da  res  istae,  wie  Oudendorp  conicirt
hat,  in  Beziehung  auf  ea  gewiss  unmöglich  ist,  so  vermuthe  ich  nam
si  resistunt  integra  et  aer  purus.  Sinnlos  ist  aber  auch  das  eiusmodi
auras,  obwohl  sonderbarer  Weise  noch  niemand  dagegen  ein  Bedenken
erhoben  hat,  und  da  auch  F y  nicht  auras,  sondern  aures  bietet,  so
zweifle  ich  nicht,  dass  dafür  odores  zu  setzen  und  für  inficiunt  als
Object  eos  herbeizuziehen  sei,  das  Hildebrand,  ich  weiss  nicht  wie,
an  den  Anfang  des  folgenden  Satzes  gestellt  hat.  Restituirt  hiesse  es
daher:  nam  si  resistunt  integra  et  aer  purus,  nunquam  eiusmodi
odores  inficiunt  eos.  sensus  quidem  ipsi  etc.  So  glauben  wir  der
Stelle  den  passenden  Sinn  gegeben  zu  haben:  indem  nämlich  das,
was  sich  umsetzt  in  Dunst  und  Rauch,  Gerüche  ausströmt,  fällt  es
            
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