Zur Kritik und Erklärung von L. Apuleius etc.
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legenheitsehr willkommen war, seinen Dämonen einen Platz in der Natur
anzuweisen, theilt er anders als Plato die lebenden Wesen in drei Arten,
die wiederum in vier Speeies zerfallen. Die erste Art ist von der
Natur des Feuers und enthält eine Speeies, die der Gestirne; die
zweite Art ist die von der Natur der Luft und hat wieder nur eine
Speeies, die der Dämonen; die dritte Art bestehe aus einer Verbindung
von Wasser und Erde und zerfalle in zwei Speeies, die aber —
denn hier kann auch er den Eintheilungsgrund nicht mehr festhalten
— sieh nur durch die Art ihrer Existenz unterscheiden in terrena und
terrestria d. i. in solche die an den Boden gebunden sind (vergl.
Plat. Tim. c. 34, p. 77), und solche die eine freie Bewegung haben.
Das ist nun alles klar und verständlich bis auf den räthselhaften
Zusatz sic enim ponenerteron censuit nuncupanda. Für ponenerteron
wird geschrieben yoixx oder nach Plato yspaxlo* xxc -ztov und
et swdpov. Davon ist ersteres ganz aus der Luft gegriffen, beim
zweiten soll xsCiv dem terrestre und y_zpaalov dem terrenum entsprechen,
was nicht wahr ist; gegen Hildebrands evudpov aber
spricht der ganze Zusammenhang, da von Wasserthieren hier nirgends
die Rede ist. Allein die Stelle hat noch andere Schwierigkeiten.
Eine directe Berufung auf Plato ist hier um so weniger wahrscheinlich,
je weiter Ap. von demselben abweicht, und zweitens sieht die
Form des Satzes nicht darnach aus, als ob bemerkt werden sollte,
wie die hier erwähnten zwei Speeies Plato bezeichnet habe, sondern
vielmehr wie die griechischen Ausdrücke lateinisch bezeichnet worden
seien, so dass nicht censuit sondern censeo zu erwarten wäre. Man
vergleiche nur den Beisatz im zweiten Buche c. 8, p. 231 sic enim
«Aoyov rpißriv elocuti sumus und c. 4, p. 226 döpjnaim voO sic
interim dixerim. Fasst man das alles zusammen, so dringt sich die
Vermuthung auf, dieser Satz sei nichts als eine Glosse, die jemand
in der Meinung beifügte, Ap. habe das platonische xs&v xai yzpacüov
mit terrenum und terrestre übersetzen wollen. Unter dieser Voraussetzung
wäre censuit erklärt, so wie nztov xai ^spaaiov, das dem
ponenerteron immer noch am nächsten kommt.
Nicht alles unterliege der Gewalt des Fatums, heisst es c. 12,
p. 206 ; einiges komme doch auf uns an, wenn auch der Einfluss der
Fortuna nicht zu verkennen ist: instabile enim quiddam et incurrens
intercedere solere, quae consilio fuerint et meditatione suscepta,
quae non patiatur meditata ad finem venire. Ich stimme Hildebrand