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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

168

V

Goldbacher
multi  in  muitimoda.  Ähnliche  Fehler  haben  wir  schon  oben  c.  2,
р.  184  und  c.  3,  p.  186  bemerkt.
Über  die  Entstehung  der  Elemente  aus  der  Materie  lesen  wir
с.  7,  p.  196  et  ignem  quidem  et  aera  et  aquam  habere  originem  atque
principium  ex  trigone,  qui  fit  trianguli  (F\  und  andere  Codd.  unrichtig ­
  sit  anguli)  recti  non  paribus  angulis;  terram  vero  directis
quidem  angulis  trigonis  et  vestigiis  paribus  esse,  et  prioris  quidem
formae  tres  species  existere:  pyramidem,  octangulam  et  vigintiangulam;
  sphaeram  et  pyramidem  figuram  ignis  in  se  habere,  octangulam
vero  aeris,  angulatam  vieles  sphaeram  aquae  dicatam  esse,  aequipedum
  vero  trigonum  efficere  ex  sese  quadratum  cubum,  quae  (seil,
figura)  terrae  sit  propria.  Das  erste  Bedenken  erregt  die  handschriftlich ­
  überlieferte  und  durch  das  folgende  Relativum  qui  gestützte
Form  trigone  für  trigono.  Gleich  darauf  haben  wir  dieselbe  Form
trigonis  für  trigoni.  Da  jedoch  im  zweiten  Falle  wegen  des  schon
durch  quidem  angedeuteten  Gegensatzes  nothwendig  das  s  mit  et  zu
sed  verbunden  werden  muss  und  weiter  unten  aequipedum  trigonum
überliefert  ist,  so  wird  wohl  auch  an  erster  Stelle  die  leichte  Änderung ­
  trigono  quod  nicht  zu  umgehen  sein.  Denn  trigon  kennen  wir
nur  als  Bezeichnung  eines  Ballspieles  und  in  übertragener  Bedeutung
des  dabei  gebrauchten  Balles,  und  wenn  es  auch  zu  dieser  Bedeutung
eben  durch  die  triangelförmige  Aufstellung  der  drei  Spieler  gekommen ­
  ist,  so  ist  es  doch  unerweislich  und  unwahrscheinlich,  dass
trigon  auch  für  trigonum  gebraucht  worden  sei.  —  Ferner  aber  vestigiis? ­
  Was  sind  hier  vestigia?  Es  muss  doch  die  Gleichheit  der
beiden  spitzen  Winkel  oder  der  beiden  Katheten  des  rechtwinkligen
Dreieckes  bezeichnet  werden.  Wie  sich  da  die  Ausleger  bisher  mit
vestigiis  zurecht  finden  konnten,  weiss  ich  nicht  und  glaube  daher,
Ap.  habe  fastigiis  geschrieben.  Dieselbe  Verwechslung  von  fastigium
und  vestigium  wird  auch  bei  Curtius  Rufus  III,  12,  25  im  Cod.  Flor.
C  bemerkt;  vergl.  noch  in  unserer  Schrift  oben  c.  2,  p.  183  verecundia
  für  facundia.  —  Endlich  ist  noch  hinzuzufügen,  dass  sphaeram,
welches  unbegreiflicher  Weise  überall  zu  et  pyramidem  gezogen  ist,
mit  octangulam  et  vigintiangulam  zu  verbinden,  und  daher  die  Jnterpunction
  nach  sphaeram  zu  setzen  sei.
c.  8,  p.  196  sed  ne  (ne  fehlt  im  A 1 ,)  vim  quidem  eius  et  extrinsecus
  inveniri  ist  et  unhaltbar  und  nur  eine  Wiederholung  der  Silbe
ex,  so  wie  drei  Zeilen  oberhalb  im  F i  et  illa  mit  ex  illa  verwechselt
            
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