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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

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Goldbacher

Plato's  mit  Sokrates  spricht,  nur  nebenbei  erwähnt  et  antea  quidem
Heracliti  secta  fuerat  imbutus.  Für  die  Darstellung  des  Ap.  wird  eine
treffende  Parallelstelle  aus  Photius  excerpt.  e  vit.  Pyth.  713  angeführt ­
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Mit  dem  fünften  Capitel  beginnt  die  Darstellung  der  platonischen
Naturphilosophie.  Prinzipien  alles  Seins  seien  Gott,  die  Ideen  und
die  Materie.  In  der  Bestimmung  der  letzteren  heisst  es  p.  192,  sie
sei  unbegrenzt,  sed  neque  corpoream,  sed  sane  incorpoream  esse  concedit;
  ideo  autem  non  putat  corpus,  quod  omne  corpus  specie  qualicunque
  non  careat;  sine  corpore  vero  esse  non  potest  dicere,  quia
nihil  incorporale  corpus  exhibeat.  Die  Leseart  des  Cod.  Harlem.  sed
ne  sane,  die  Oudendorp  billigt  und  Hildebrand  in  den  Text  aufgenommen ­
  hat,  ist  sicher  nur  eine  Correctur  und  zwar,  wie  es  scheint,
nicht  die  beste;  denn  die  rhetorische  Wiederholung  des  sed,  wie  es
Hildebrand  auffasst,  ist  bei  dem  Gegensätze  zwischen  den  beiden
Gliedern  unstatthaft,  und  zudem  lässt  das  vorausgehende  neque  eine
ganz  andere  Verbindung  erwarten;  auch  ist  ne  (  =  ne  quidem)  an
dieser  Stelle  wohl  schwerlich  zu  erklären.  Sed  sane  ist  daher  wahrscheinlich ­
  nur  durch  ein  Versehen  in  Folge  des  vorangehenden  sed
aus  nec  sane  entstanden.
Atque  ideo,  heisst  es  über  die  Materie  weiter,  nec  actu  solo
neque  tarnen  sola  opinione  cogitationis  intelligi;  namque  corpora
propter  insignem  evidentiam  sui  simili  iudicio  cognosci,  sed  quae  substantiam
  non  habent  corpoream,  ea  cogitationibus  videri:  uiule  adulterata
  opinione  ambiguam  materiae  huius  intelligi  qualitatem.  Was
soll  actu  heissen?  Die  Erklärer  schweigen  hierüber,  und  Betolaud
trifft  mit  seiner  Übersetzung:  Mais  par  le  fait  seul  et  par  le  seul  temoignage
  des  sens,  on  ne  saurait  arriver  ä  cette  derniere  croyance
weder  Text  noch  Sinn.  Der  Gedanke  ist  der:  Da  der  Materie  weder
das  Prädikat  „körperlich“  noch  das  Prädikat  „unkörperlich“  zukommt,
so  können  wir  auch  zur  Kenntniss  derselben  weder  durch  die  sinnliche ­
  Wahrnehmung  der  alles  körperliche  unterworfen
ist,  kommen,  noch  durch  rein  geistige  Thätigkeit  (vorjoig)  wie  bei
den  Ideen,  sondern  wir  gelangen  zu  ihr  durch  eine  adulterata  opinione
(Aoytcqztö  Ttvt  vö^w).  In  actu  müsste  daher  die  Bezeichnung  der
            
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