Die Anwendung und die Zufälligkeiten des Feuers in dem alten China. 809
hört, dass du ein Färbehaus errichtet hast,’ und aus diesem Grunde
brennst du Aschei).
Tschang-khiii führte den Jiinglingsnamen Tse-tsing und war
Statthalter von Keu-tschang. Daselbst war ein Weib, welches ihren
Mann tödtete. Sie zündete dabei das Haus an und sagte, dass er verbrannt
sei. Sein jüngerer Bruder schöpfte Verdacht und klagte sie
an. Khiii untersuchte den Leichnam, öffnete dessen Mund und betrachtete
ihn. Es fand sich in ihm keine Asche. Er hiess Leute zwei
Schweine nehmen, das eine tödten und das andere lebendig zugleich
mit diesem verbrennen. Er öffnete und betrachtete deren Mund. Bei
demjenigen, das man getödtet hatte, fand man keine Asche. Bei demjenigen,
das lebendig gewesen, fand man Asche. Es war jetzt offenbar,
dass das Weih den Mann früher getödtet und dann verrannt
hatte. Hierauf gestand erst das Weib 2 ).
Kieu-mo-lo-scbi war ein Mensch von Thien-tschö. Tschangthse,
der Aufseher der Bücher der Mitte, erkrankte. Liü-kuang, der
Heerführer der kühnen Reiter, bemühte sich auf alle Weise um dessen
Herstellung. Lo-tscha, ein Mensch des Weges aus den auswärtigen
Reichen , sagte , dass er die Krankheit Thse’s heilen könne.
Kuang freute sich und beschenkte ihn sehr reichlich. Lo-schi meldete
Thse, dass Jener gelogen habe und sprach: Tscha kann keinen
Nutzen bringen. Er verursacht bloss Ungelegenheit und Auslagen.
Die dunklen Kreisläufe sind zwar verborgen, allein man kann es
durch etwas versuchen. — Er verfertigte jetzt aus fünffärbiger
Seide eine Schnur, knüpfte sie und verbrannte sie zu Asche. Das
Pulver warf er in das Wasser. Wenn die Asche aus dem Wasser
herauskommen und wieder zur Schnur werden sollte, so würde die
Krankheit unheilbar sein. In wenigen Augenblicken sammelte sich
die Asche, schwamm heraus und ward wieder zur Schnur. Die Heilung
durch Tscha fand sich wirklich nicht bestätigt. Nach wenigen
Tagen starb Thse 3 ).
Sin-tu-fang aus Schin-wu, zu den Zeiten der Tsi Richter von
Pa-fu-tien und dritter Zugetheilter des Kriegsheeres, hatte sinnreiche
Gedanken. Er war im Stande, mit einem Rohre die Luft zu erspähen
und emporblickend die Farbe der Wolken zu beobachten. Er befand
0 Die abgekürzten Denkwürdigkeiten von Wei.
2 ) Die Verzeichnisse von U.
s ) Das Buch der Tsin.
Sitzb. d. phil -hist. CI. LXV. Bd. IV. Hft.
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