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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Pfizmaier

rang  ergehen,  Fichten  abzubrechen  und  daraus  Fackeln  zu  verfertigen. ­
  Man  begoss  diese  mit  Hanföl,  legte  in  der  Richtung  des
Windes  Feuer  und  verbrannte  die  zum  Angriffe  dienenden  Geräthschaften
  der  Räuber.  Man  erschoss  Tai,  den  jüngeren  Bruder  Kiuen’s.
Die  Räuber  traten  hierauf  den  Rückzug  an  i)-Wang-I
  führte  den  Jünglingsnamen  Tschung-te  und  stammte
aus  Tai-yuen.  Zur  Zeit  der  Niederlage  des  Geschlechtes  Fu  war
Tschung-te  siebzehn  Jahre  alt.  Er  griff  zugleich  mit  seinem  älteren
Bruder  Jui  zu  den  gerechten  Waffen,  kämpfte  mit  Mu-yung-tschui
und  wurde  geschlagen.  Tschung-te  wurde  verwundet,  entfloh  auf's
Gerathewohl  und  gelangte  zu  der  glatten  Erdstufe.  Daselbst  wurde
er  wieder  durch  Ti-liao  aufgehalten.  Dieser  wollte  ihn  bewegen,  als
Anführer  aufzutreten.  Allein  Tsclning-te  war  gesonnen,  nach  Süden
zurückzukehren.  Er  verliess  Liao  und  floh  zu  dem  Tai-schan.  Die
ihn  verfolgenden  Reiter  Liao’s  kamen  in  grosser  Eile,  und  er  gerieth
bei  seinem  nächtlichen  Wandern  in  Bedrängniss.  Da  erblickte  er
vor  sich  hellbrennende  Fackeln,  die  ihm  den  Weg  zeigten.  Es  ward
ihm  dadurch  möglich,  dem  Unheil  zu  entkommen-).
Hiü-kia  führte  den  Jünglingsnamen  Te-tschin.  Er  diente  dem
verdienstvollen  Richter  der  Provinz  als  kleiner  Angestellter.  Er  hielt
beständig  ein  Schwert,  indess  er  aufwartete.  Bei  dem  Hofe,  den  der
verdienstvolle  Richter  an  dem  ersten  Tage  des  Monats  um  sich  versammelte, ­
  hielt  er  zugleich  eine  Fackel.  Kia  ward  jetzt  zornig  und
rief:  Ich,  der  männliche  Diener,  hin  ein  Angestellter.  Ich  entkomme
nicht  den  niedrigen  Dienstleistungen.  —  Er  warf  das  Feuer  in  den
Teich,  gürtete  das  Schwert  um  einen  Sophorabaum  und  begab  sich
schnellen  Schrittes  zu  dem  Thore  des  Versammlungshauses.  Der
Vorgesetzte  fragte  ihn  um  die  Ursache.  Er  antwortete:  Ich  entfernte
mich  ursprünglich  von  den  Futterschneidern  und  Hirten,  kam  hierher
und  trat  an  den  grossen  Hof,  um  zu  sehen  die  Verwandlungen  der
Schule.  Jetzt  halte  ich  in  der  rechten  Hand  ein  Schwert,  mit  der
linken  Hand  erfasse  ich  eine  Fackel.  Unter  solchen  Umständen  bitte
ich,  dass  es  mir  vergönnt  sei,  Strafe  zu  empfangen  und  nach  Hause
zurückzukehren  3 ).

*)  Die  Denkwürdigkeiten  von  Wei.
3 )  Das  Buch  der  Sung.
3 )  Die  Überlieferungen  von  früheren  Weisen  aus  Jü-nan.
            
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