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P f i z m a i e r
Zu den Zeiten des Königs Tscliao von Yen bestiegen Menschen
des Meeres ein Schiff des rotlien Wolkendunstes, füllten gemeisselte
Töpfe mit dem Fette des aufsteigenden Drachen und reichten es
dem Könige Tscliao als ein Geschenk. Der König sass in der Halle
der verkehrenden Wolken. Dieselbe heisst auch die Erdstufe des
verkehrenden rotlien Wolkendunstes. Er verwendete das Lampenfett
zu Lampen, die auf einer Strecke von hundert Weglängen leuchteten.
Die Farbe des Rauches war mennigroth und purpurn. Die Menschen
des Reiches, die es sahen, sagten insgesammt, dass der Glanz eines
glücklichen Zeichens sich von ferne angelegt habe , und sie verehrten
es. Man verfertigte angesclilungene Dochte von „im Feuer
gewaschenem Tuche“. Das Licht erfüllte das Innere des Palastes i).
Was den Raum der Lampe der fünf Blumen betrifft, so stellte
man ihn in dem ersten Monate des Jahres, an dem ersten Tage des
Neumondes, wenn man an dem Hofe Glück wünschte, auf den Boden
vor die drei Stufen. Der Mond leuchtete, die Sterne glänzten, und
obgleich es Nacht war, hatte man noch immer Tag 2 ).
Wenn man Eidechsenfett nimmt, dasselbe zu Lampen verwendet
und etwas in das Feuer stellt, so sieht man sofort die Dinge 3 ).
Ki-tschung-san spielte die Cither unter der Lampe. Plötzlich
erschien vor ihm ein Mensch, der sehr klein war. Nach einer Weile
wurde er grösser und war alsbald eine Klafter hoch. Er trug ein
einfaches Kleid und einen ledernen Gürtel. Der Mann von dem Geschlechte
Ki betrachtete ihn. Nachdem er ihn genau gesehen, blies
er die Lampe aus und sprach: Ich schäme mich, mit einem Dämon
und Unhold um das Licht zu streiten 4 ).
Fu-tse sagt: Wer mit seinem dunklen Dasein nicht zufrieden
ist, sondern Freude hat an dem Glanze, ist gleichsam ein Nachtschmetterling,
der die Finsterniss verlässt, sich auf die Lampe
stürzt und stirbts).
Thsin-tse sagt: Ist viel Verstand und Einsicht vorhanden, so
ziehen sie an sich Blut und Luft gleichwie das Feuer der Lampe das
*) Die Geschichte des Auflesens des Hinterlassenen.
2 ) Wang-lang’s Alterthümer von Thsin.
3 ) Die sämmtlichen zehntausend Künste von Hoai-nan
Der Wald der Worte.
5 ) Das Buch Fu-tse.
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