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Pfizmaier
Denkwürdiges über Lampen.
Wang-mang liebte die Veränderungen. Er wechselte mit den
Einrichtungen, mit den Erlässen der Lenkung, und es gab viele
Belästigungen. Er unterhielt immer kaiserliches Lampenlicht bis zum
Tagesanbruch J).
Kaiser Kuang-wu kehrte von Tschang-ngan heim. Er zog
durch Kien und besuchte das Lager Tsi-tsün’s. Die Menge der
Kriegsmänner führte die kriegerische Musik des gelben Thores auf.
Als die Nacht kam, unterhielten sie kaiserliches Lampenlicht 3).
Wen-kiao umkreiste Wu-tschang und gelangte zu den Stauungen
des Flussarmes der Rinder. Das Wasser war unermesslich tief.
In dem Zeitalter sagte man, dass es in der Tiefe viele wunderbare
Wesen gebe. Kiao zündete sofort eine Lampe von Rhinoceroshorn
an und beleuchtete die Stelle. Alsbald sah er seltsame Gestalten und
ungewöhnliche Gattungen der Wassergeschlechter. Unter ihnen
waren einige, die Wagen bestiegen, auf Pferden ritten und rothe
Kleider trugen. Kiao träumte in dieser Nacht, dass ein Mensch zu
ihm sagte: Wir waren von dir durch die Wege der Dunkelheit und
des Lichtes geschieden. Warum hast du uns beleuchtet? — Dieses
war ihm in seinem Gemüthe. sehr zuwider. Er kam dazu, die Stadt
niederzuhalten. Es waren noch nicht zehn Tage vergangen, als er
starb 3 ).
Hoang-fu-wu-yi war ältester Vermerket’ von Yi-tscheu. Er
übernachtete einst in dem Hause eines Menschen, als der Docht der
Lampe zu Ende ging. Der Wirth wollte ihn verlängern. Wu-yl zog
das Messer des Gürtelgehänges, schnitt den Gürtel seines Kleides
durch und verfertigte einen Docht. Seine Uneigennützigkeit und sein
Eigensinn waren derart 4 ).
Kaiser Jui-tsung liebte die Musik. Bei ihrem Anhören vergass
er auf die Müdigkeit. Kaiser Yuen-tsung 5) war ebenfalls in den
■*) Das Buch der Han.
2 ) Die Geschichte der Han von der östlichen Warte.
8 ) Das Buch der Tsin.
Das Buch der Thang.
5 ) Yuen-tsung war der Sohn Jui-tsung’s und folgte seinem Vater noch hei dessen
Lebzeiten.