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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

ausziehen  und  das  Haus  des  Geschlechtes  Mi  in  Tung-hai  verbrennen. ­
  Es  hat  mich  gerührt,  dass  ich  durch  dich  in  den  Wagen  genommen ­
  wurde.  Desswegen  sagte  ich  es  dir.  —  Tschö  wandte  sich
bei  dieser  Gelegenheit  an  sie  mit  Bitten.  Sie  sprach:  Ich  kann  nicht
anders  als  es  verbrennen.  Wenn  du  hurtig  dich  entfernst,  werde  ich
langsam  gehen.  Wenn  ich  gehe,  muss  das  Feuer  um  Mittag  aushrechen.
  —  Tsclm  zog  jetzt  schleunig  weiter.  Er  verständigte  das
Haus  und  Hess  die  kostbaren  Gegenstände  herausschaffen.  Um  Mittag ­
  kam  ein  grosses  Feuer  zum  Ausbruch  ] ).
In  den  südlichen  Gegenden  befindet  sich  der  Flammenberg.  Derselbe ­
  liegt  im  Süden  des  Reiches  Fu-nan,  im  Norden  des  Kia-ying,  im
Westen  des  Reiches  Tschü-pö.  Von  dem  viert  en  Monate  des  Jahres  angefangen, ­
  entsteht  das  Feuer.  Im  zwölften  Monate  des  Jahres  erlischt
das  Feuer,  [m  ersten,  zweiten  und  dritten  Monate  des  Jahres  entzündet
es  sich  nicht.  Die  Höhe  des  Berges  entwickelt  bloss  Wolkendunst,
und  an  Pflanzen  und  Bäume  wachsen  Aste  und  Zweige.  Bis  zu  dem
vierten  Monate  des  Jahres  entzündet  sich  das  Feuer.  Die  Blätter
der  Pflanzen  und  Bäume  fallen,  gleichwie  in  dem  mittleren  Reiche
zur  Zeit  der  Kälte  die  Blätter  der  Pflanzen  und  Bäume  fällen.  Im
ersten,  zweiten  und  dritten  Monate  des  Jahres  wandern  die  wandernden ­
  Menschen  an  den  Fuss  dieses  Berges,  nehmen  diese  Bäume
und  gebrauchen  sie  als  Brennholz.  Sie  lassen  es  nicht  ausbrennen,
nehmen  dann  die  Rinde,  spinnen  sie  und  bereiten  daraus  „im  Feuer
gewaschene  Tücher“  a ).
Die  Flammeninsel  liegt  in  dem  südlichen  Meere.  Ihr  Boden  hat
im  Umfänge  zweitausend  Weglängen.  Sie  ist  von  den  Uferbänken
neunmal  zehntausend  Weglängen  entfernt.  Auf  der  Höhe  derselben
lebt  ein  Thier,  das  aus  dem  Winde  entsteht.  Dasselbe  hat  Ähnlichkeit ­
  mit  einem  Leoparden,  ist  von  grüner  Farbe  und  so  gross  wie  ein
Dachs.  Man  nimmt  es  mit  Gewalt,  häuft  mehrere  Wagen  Brennholz
und  verbrennt  es  damit.  Wenn  das  Brennholz  zu  Ende  ist,  befindet
sich  dieses  Thier  in  dem  Feuer  und  ist  nicht  verbrannt.  Man  stampft
mit  einer  eisernen  Mörserkeule  zehnmal  auf  sein  Haupt,  worauf  es
stirbt.  Kehrt  man  seinen  Mund  gegen  den  Wind,  so  wird  es  wieder
lebendig  und  steht  auf.  Man  verschliesst  ihm  mit  dem  auf  Felsen

1 )  Die  Geschichte  des  Suchens  der  Götter.
3 )  Die  Geschichte  von  Yuen-tschung.
            
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