776
P f i z m a i e r
ausziehen und das Haus des Geschlechtes Mi in Tung-hai verbrennen.
Es hat mich gerührt, dass ich durch dich in den Wagen genommen
wurde. Desswegen sagte ich es dir. — Tschö wandte sich
bei dieser Gelegenheit an sie mit Bitten. Sie sprach: Ich kann nicht
anders als es verbrennen. Wenn du hurtig dich entfernst, werde ich
langsam gehen. Wenn ich gehe, muss das Feuer um Mittag aushrechen.
— Tsclm zog jetzt schleunig weiter. Er verständigte das
Haus und Hess die kostbaren Gegenstände herausschaffen. Um Mittag
kam ein grosses Feuer zum Ausbruch ] ).
In den südlichen Gegenden befindet sich der Flammenberg. Derselbe
liegt im Süden des Reiches Fu-nan, im Norden des Kia-ying, im
Westen des Reiches Tschü-pö. Von dem viert en Monate des Jahres angefangen,
entsteht das Feuer. Im zwölften Monate des Jahres erlischt
das Feuer, [m ersten, zweiten und dritten Monate des Jahres entzündet
es sich nicht. Die Höhe des Berges entwickelt bloss Wolkendunst,
und an Pflanzen und Bäume wachsen Aste und Zweige. Bis zu dem
vierten Monate des Jahres entzündet sich das Feuer. Die Blätter
der Pflanzen und Bäume fallen, gleichwie in dem mittleren Reiche
zur Zeit der Kälte die Blätter der Pflanzen und Bäume fällen. Im
ersten, zweiten und dritten Monate des Jahres wandern die wandernden
Menschen an den Fuss dieses Berges, nehmen diese Bäume
und gebrauchen sie als Brennholz. Sie lassen es nicht ausbrennen,
nehmen dann die Rinde, spinnen sie und bereiten daraus „im Feuer
gewaschene Tücher“ a ).
Die Flammeninsel liegt in dem südlichen Meere. Ihr Boden hat
im Umfänge zweitausend Weglängen. Sie ist von den Uferbänken
neunmal zehntausend Weglängen entfernt. Auf der Höhe derselben
lebt ein Thier, das aus dem Winde entsteht. Dasselbe hat Ähnlichkeit
mit einem Leoparden, ist von grüner Farbe und so gross wie ein
Dachs. Man nimmt es mit Gewalt, häuft mehrere Wagen Brennholz
und verbrennt es damit. Wenn das Brennholz zu Ende ist, befindet
sich dieses Thier in dem Feuer und ist nicht verbrannt. Man stampft
mit einer eisernen Mörserkeule zehnmal auf sein Haupt, worauf es
stirbt. Kehrt man seinen Mund gegen den Wind, so wird es wieder
lebendig und steht auf. Man verschliesst ihm mit dem auf Felsen
1 ) Die Geschichte des Suchens der Götter.
3 ) Die Geschichte von Yuen-tschung.