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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

Eine  baskisehe  Sprachprobe  nebst  Einleitung-  und  Cominentar.

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„von“,  näher:  „etwas  davon“,  daher  tntcharic:  „Etwas  von  einem  a.B.20.
Flecken“;  dazu  gaben,  heisst  dann:  „Die  ohne  (irgend)  Etwas  von
einem  Flecken“.
sortzetic  garbia  |  sortzea  heisst:  „Empfängniss“,  dann  auch  b.  21.
„Geburt“;  garbia  (s.  Z.  18):  „rein“,  also:  von  Empfängniss  her  rein.
Diese  [nvocation  findet  sich  in  dem  Labourdinischen  Texte  Z.  37.
maithagarria  |;  maithatcea  heisst  „lieben“,  das  Wort  —  gar  na  A.  B.  22.
drückt  ganz  das  aus,  was  das  lat.  —  (i)bilis,  maithagarria  ist  daher
ganz  das  Nämliche  mit  amabilis.  Lecluse  erklärt  garria  als  „zuEtwas
verhelfend“  und  führt  edergarria  (qui  aide  ä  embellir)  handigarria
(qui  aide  a  agrandir)  und  onetsgarria  (qui  aide  ä  aimer)  als  Beispiele ­
  an.  Dadurch  scheint  denn  doch  der  eigentliche  Begriff
nicht  ausgedrückt  zu  werden,  bei  welchem  die  deutsche  Sprache
sich  bis  zum  „(liebens)würdig“  emporhebt  und  damit  also  sagt,  dass
der  Gegenstand  verdiene  geliebt  oder  geehrt  zu  werden.  Das  lat.
Suffix  scheint  eine  gerundiale  Bedeutung  zu  haben  und  amabilis  ist
so  viel  als  amandus,  was  zu  lieben  ist.  Es  scheint  demgemäss  in  dem
garria  mehr  der  Gedanke  des  Veranlassens,  des  Erregeps  zu  liegen,
denn  sonst  würde  das  Wort  edergarria  oder  ederesgarria,  welches
im  Baskischen  zur  Bezeichnung  des  lat.  admirabilis  dient,  zuletzt
noch  ein  Beiwort  der  Schminke  werden.  —  An  einem  weiteren  Anhaltspunkte ­
  für  die  etymologische  Erklärung  des  Wortes  garria  fehlt
es.  und  wir  entschlagen  uns  aller  Hypothesen.
miragarria  \  wieder  eine  hybride  Zusammensetzung  wie  auch  a.B.  23.
Creatgaiieuren  und  Salbatzallearen  Ama.  \  S.  oben  Z.  9.  A.B.24.23.
guciz  j.  Z.  17.
guhurra  bedeutet:  weise;,  daher  Zuhurtzia:  Weisheit,  wie  a.  26.
auch  das  Buch  Salamons  jene  Überschrift  führt.
beguiratua  j  ein  interessantes  Wort;  es  stammt  her  von  begia  B.  26.
das  Auge,  beguiratua  heisst  daher  wörtlich:  „die  mit  Augen  versehene“; ­
  unser  „vorsichtig“  entspricht  zwar  dem  franz.  prudent,
aber  nicht  dem  lat.  prudens.
ohoragarria  und  veneragarria  j  Wegen  garria  s.  Z.  21;  diese  a.  It.27.
ebenfalls  hybride  Composita  sind  leicht  zu  erkennen;  das  lat.  honor
ist  in  verschiedenen  Formen  in  das  Baskisehe  aufgenommen:  honra,
ohore,  uhura  u.  s.  w.

Sitzb.  (1.  phil.-hist.  CJ.  LXV.  Bd.  IV.  Hft.

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