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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Phillips

i.  A.  Math.  I.  23:  ecce  virgo  in  utero
habebit  et  pariet  filium
Luc.  I.  27:  ad  virginem  desponsatam
  viro
et  nomen  virginis  Maria

=  hune  birjina  baten  sabetean
izenen  duela  seine  bat.
=  birjina  baten  gana,  zeina
eskontzaz  emana  baitzen.
—  eta  Maria  zen  birjinaren
izena.
Durch  diese  Zusammenstellung  wird  man  enttäuscht,  wenn  man
glaubte  ein  echt  baskisches  Wort  für  virgo  und  virginitas  zu  finden;
garbia  (17.  80)  hat  die  allgemeine  Bedeutung  von  „keusch“  und
„rein“,  während  neskatcha  ein  junges  Mädchen  überhaupt  bezeichnet. ­
  Das  Wort  andrea  oder  andredena  findet  sich  gar  nicht  vor,
sondern  der  eigentliche  Ausdruck  für  „Jungfrau“  ist  dontzella,
wie  auch  die  „Jungfrauschaft“  dontzellatasuna  genannt  wird:
Larramendi  hat  dafür  auch  die  Ausdrücke:  pontzeltasuna  und
batsaitasuna;  pontzela  (Jungfrau),  wovon  das  Erstere  abzuleiten,  ist
das  romanische  pulcella,  batsaya  in  gleicher  Bedeutung  bleibt,  wenn
nicht  durch  bat  etwa  Unversehrtheit  ausgedrückt  werden  soll.  unverständlich. ­
  Für  die  heilige  Jungfrau,  auf  die  sich  das  Andredena
unserer  Litanei  bezieht,  wird  aber  wie  in  der  Prophezie  des  Isaias,
der  Ausdruck  birjina  angewendet,  während  derselbe  sonst  viel  seltener ­
  vorkommt.  Man  kann  es  offenbar  nicht  für  eine  Verschönerung
der  Sprache  halten,  wenn  das  einheimische  Wort  für  Jungfrau  dem
lateinischen  domicella,  französisch  demoiselle,  hat  weichen  müssen.
Was  bedeutet  nun  aber  das  dena  in  Andredena?  Liegt  dai’in
etwa  Dona,  wie  man  nach  Larramendi  glauben  sollte,  welcher  Dona
Maria  6  Dena  Maria  =  Sancta  Maria  als  gleichbedeutend  neben
einander  stellt?  Ist  ja  doch  Don  oder  Done  die  gewöhnliche  Bezeichnung ­
  der  Heiligen;  z.  B.  Donostia:  Sanct  Sebastian,  Done
Juane:  Sanct  Johann,  auch  Jaundone  Josepe,  d.  h.  Senor  San  Jose  i).
Wir  wagen,  da  es  an  den  erforderlichen  Hilfsmitteln  fehlt,  keine  Entscheidung, ­
  können  aber  doch  nicht  die  Bemerkung  unterdrücken,  dass
dieser  Zusammenhang  uns  nicht  ganz  wahrscheinlich  vorkommt.  Auch
ist  es  auffallend,  dass  im  Spanischen  die  Bezeichnung  der  Heiligen
nicht  durch  Don,  sondern  durch  San  geschieht  und  aus  dem  Spanischen ­
  jenes  Don,  wenn  es  mit  dem  lateinischen  Dominus  zusammenhängt, ­
  ins  Baskische  hinübergekommen  sein  muss.  Allerdings  sagt

*)  Larramendi,  Dicc.  s.  v.  Senor.
            
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