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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Phillips

len  von  1  bis  10  ihren  eigenen  Namen  hatss)  und  dass  die  Zahlen
von  11  bis  19  durch  Hinzurechnung  von  1,  2  u.  s.  w.  zu  10  bezeichnet ­
  werden  *»);  20  hat  wieder  seinen  eigenen  Namen,  der  aber  zu
10  in  keiner  Beziehung  steht;  10  nämlich  heisst  hamar,  20:  hogoi.
Alsdann  werden  die  Zahlen  von  21  bis  39  durch  Hinzuzählen  von
1  bis  19  zu  20  bestimmt,  worauf  dann  40  als  2mal  20,  nämlich
berrogei  folgt;  41  ist  2mal  20  -f-1  u.  s.  w.;  60  ist  3mal  20,  hirurogei,
  80  wie  im  französischen,  4mal  20:  laurogei;  100  hat  seine
eigene  Benennung,  nämlich  eun 40 ).
Eine  der  wichtigsten  Fragen  in  Betreff  des  Baskischen  ist  aber
die,  ob  diese  Sprache  eine  Flexion  habe,  und  ob  nicht  vielleicht
gerade  der  Mangel  einer  solchen  ein  besonderes  unterscheidendes
Merkmal  derselben  sei.  In  dieser  Beziehung  besteht  nicht  eine
Grundverschiedenheit  zwischen  dem  Baskischen  und  den  arischen
Sprachen;  ursprünglich  entbehrten  auch  diese  jeder  Declination  und
auch  in  ihnen  dienten  die  Suffixe  zum  Ausdrucke  der  verschiedenen
Verhältnisse,  in  welchen  ein  Gegenstand  zu  denken  war 41 )-  Uiese
Suffixe  haben  sich  in  Endungen  verwandelt,  die  an  sich  nicht  mehr
eine  selbstständige  Bedeutung  behielten,  und  auch  diese  haben  sich
in  mancher  dieser  Sprachen  gänzlich  abgeschliffen,  was  doch  wohl
nur  mit  Unrecht  für  eine  sprachliche  Schönheit  zu  halten  sein  möchte.

38 )  Nämlich  :
bat  eins
bi  zwei
hiru  drei  ^
laur  vier
bortz  fünf
sei  sechs
zazpi  sieben
zorzi  acht
bederatzi  neun
hamar  zehn.
Unter  diesen  Zahlen  hat  bi  eine  Ähnlichkeit  mit  lat.  bis,  sei  mit  lat.  sex,  zazpi  mit
lat.  septem;  hiru  (3)  mit  magyar.  hdrom,  hamar  mit  meraou  (10)  in  der  Sprache
der  Tamaschek,  auch  mit  griech.  p.‘jpiccg.
39 )  Mit  Ausnahme  von  11,  welches  hamaika  statt  hamabat  heisst.
40 )  Im  Ossetischen,  wo  sich  dieses  System  ebenfalls  vorfindet,  wird  auch  100  als  5mal  20
bezeichnet;  fonz  =  5,  saez  =  20,  fonzii  saeziij  =  100.  Vergl.  Sjögren
a.  a.  0.  S.  102.
4 ‘)  Vergl.  Vinson  a.  a.  0.  p.  6.
            
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