746
Phillips
len von 1 bis 10 ihren eigenen Namen hatss) und dass die Zahlen
von 11 bis 19 durch Hinzurechnung von 1, 2 u. s. w. zu 10 bezeichnet
werden *»); 20 hat wieder seinen eigenen Namen, der aber zu
10 in keiner Beziehung steht; 10 nämlich heisst hamar, 20: hogoi.
Alsdann werden die Zahlen von 21 bis 39 durch Hinzuzählen von
1 bis 19 zu 20 bestimmt, worauf dann 40 als 2mal 20, nämlich
berrogei folgt; 41 ist 2mal 20 -f-1 u. s. w.; 60 ist 3mal 20, hirurogei,
80 wie im französischen, 4mal 20: laurogei; 100 hat seine
eigene Benennung, nämlich eun 40 ).
Eine der wichtigsten Fragen in Betreff des Baskischen ist aber
die, ob diese Sprache eine Flexion habe, und ob nicht vielleicht
gerade der Mangel einer solchen ein besonderes unterscheidendes
Merkmal derselben sei. In dieser Beziehung besteht nicht eine
Grundverschiedenheit zwischen dem Baskischen und den arischen
Sprachen; ursprünglich entbehrten auch diese jeder Declination und
auch in ihnen dienten die Suffixe zum Ausdrucke der verschiedenen
Verhältnisse, in welchen ein Gegenstand zu denken war 41 )- Uiese
Suffixe haben sich in Endungen verwandelt, die an sich nicht mehr
eine selbstständige Bedeutung behielten, und auch diese haben sich
in mancher dieser Sprachen gänzlich abgeschliffen, was doch wohl
nur mit Unrecht für eine sprachliche Schönheit zu halten sein möchte.
38 ) Nämlich :
bat eins
bi zwei
hiru drei ^
laur vier
bortz fünf
sei sechs
zazpi sieben
zorzi acht
bederatzi neun
hamar zehn.
Unter diesen Zahlen hat bi eine Ähnlichkeit mit lat. bis, sei mit lat. sex, zazpi mit
lat. septem; hiru (3) mit magyar. hdrom, hamar mit meraou (10) in der Sprache
der Tamaschek, auch mit griech. p.‘jpiccg.
39 ) Mit Ausnahme von 11, welches hamaika statt hamabat heisst.
40 ) Im Ossetischen, wo sich dieses System ebenfalls vorfindet, wird auch 100 als 5mal 20
bezeichnet; fonz = 5, saez = 20, fonzii saeziij = 100. Vergl. Sjögren
a. a. 0. S. 102.
4 ‘) Vergl. Vinson a. a. 0. p. 6.