Eine baskische Sprachprobe nebst Einleitung und Commentar.
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längst eine andere geworden; ganz im Gegensatz zu S c al ig e r 2 »),
welcher den „Cantahrismus“, wie er das ßaskische nannte, als eine
„lingua lenissima et suavissima“ bezeichnete, will Mariana nicht
viel von ihr wissen, indem er sie als „rudis et barbara“ und „cultum
abhorrens“ auf eine sehr niedere Stufe stellt 25). Aus diesem Widerwillen
der Spanier gegen die baskische Sprache rührt auch die
Volkssage von der Verzweiflung des Teufels in der Erlernung des
Baskischen her 36 ). Es ist daher begreiflich, wie die spanische Akademie
in ihrem Dictionnaire dem Worte „Vascuence“ die metaphorische
Bedeutung beilegt: „Io que estä tan confuso y oscuro que no ne
puede entender“ 27 ).
Ganz anders wiederum als die Spanier urtheilen unsere Sprachforscher
Humboldt, Mahn und Max Müller über das Baskische, ohne
sich zu den Phantasien einzelner Eingebornen zu versteigern welche
sogar ihre Sprache zur etymologischen Grundlage des Latein machen
wollen 38 ). Es sei uns vergönnt in mehreren später nachfolgenden
Abhandlungen das baskische Alphabet und einzelne andere Bestandtheile
der baskischen Grammatik zu besprechen, hier aber nur eindem
ersten Bande der von Belsunce fortgesetzten Histoire desBasques. Damit ist
zu vergleichen, was Chaho a. a. 0. p. 3. von der baskischen Sprache überhaupt
sagt: „La langue euskarienne date des premiers siecles de notre temps historique ;
eile naquit, durant le premier äge, dans le midi; sa vocalisation vierge est divine,
sa nomenclature est originale et sans melange; l’arehitecture merveilleusement reguliere
et simple de son Systeme grammatical acheve d’en faire le dialecte le plus
philosophique, le plus complete du verbe humain. Conservee jusqu’au milieu de Tage
ancien, par les Aphothomites, les Anherrites, les Churites, les Muthurgores et autres
peuplades de la Mauritanie primitive, cette langue fleurit. en Espagne pendant trois
mille ans avec les lberes-Euskariens, jusqira l’invasion des Celtes ou Tartares (!),
dont les dialectes grossiers et tenebreux enfanterent dans nos contrees meridionales
la confusion de Babel. II est donc vrai de dire en allegorie,que la langueEuskuara
bien anterieure ä 1’ etablissement des Barbares dans le midi,tire son origine d’ Adam
puisque cette mythe ge'nesique represente l’humanite des nreraiers äges “
2 ^) Scaliger, Tract. de Europaeorum linguis. — Vergl. Oih enart, Notitia utriusque
Vasconiae. Tom. I. cap. 11. p. 36.
25 ) Mariana, Hist. Hisp. Lib. 1. cap. 3.
28 )Mahn, Denkmäler der baskischen Sprache. S. VI.
27 ) Diccionario de la Acaderaia Espanola; adicion abhreviada por D. Vincento Gonzalez
Arnao (Paris 1826) P. II. p. 1479.
2S ) S. oben Seite 742.
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