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Phillips
bisher geschehen, zu erforschen. Denn, man muss sich allerdings
verwundern, dass die baskische Sprache so oft als äusserst merkwürdig
erwähnt und dennoch von unsern deutschen Gelehrten nur
so ganz nebenher berücksichtigt wird. Hält doch Max Müller,
den wir mit Fug und Recht zu diesen zählen, die baskische Sprache
für so ausserordentlich wichtig, dass er sie in Beziehung auf die bestimmte
Bedeutung der Wurzeln in ihr, als „the very type and per -
fection of a Turanian lanyuaye“ bezeichnet l9 ), was liier um so
mehr sagen will, als Müller die Dreitheilung der Sprachen in Arische,
Semitische und Turanische vorzugsweise vertritt. Und dennoch ist
dieser ausgezeichnete Gelehrte in seinen Mittheilungen über die baskisclie
Sprache sehr karg, indem er sich fast nur damit begnügt,
eine Stelle aus der im Jahre 1828 mit dem Volney'schen Preise gekrönten
„Dissertation critique et apologetique sur la langue Basque“
des noch vor dem Erscheinen seiner Schrift verstorbenen Abbe Darrigol
wiederzugeben 30 ).
Wenn nun die Erscheinung, dass das Baskische seit Humboldt
bis jetzt in Deutschland keine verhältnissmässig grosse Cultur gefunden
hat, sich nicht aus der Unterschätzung dieses Idioms erklärt,
so wäre es nunmehr doch an der Zeit, dass unsere deutschen Linguisten
sich nicht gänzlich von dem Anbau dieses Gebietes entfernt
halten wollten. Von Spanien ist in Beziehung hierauf freilich gar
nichts zu erwarten, denn bis dorthin ist die Linguistik noch
gar nicht vorgedrungen, aber ganz anders stehen die Dinge in Frankreich,
wo es in der That eine nicht geringe Anzahl von Männern gibt,
die sich mit grossem Ernst und Eifer auf das wissenschaftliche Studium
der baskischen Sprache verlegt haben. Wir nennen in dieser
Hinsicht ausser dem bereits erwähnten Darrigol, vornämlich Duv
o i s i n und J n c h a u s p e, Ch ar e n c e y, V i nso n und Blade 3 *);
auch hat das Studium der baskischen Sprache einen sich lebhaft
für sie interessirenden Protector in der Person des Prinzen Louis
19 ) Max Müller I. c. p. 289.
20 ) Vorlesungen über die Wissenschaft der Sprache, ßd. 2. S. 17 und dazu die Note 30.
S. 536.
21 ) Wir werden auf die Arbeiten dieser französischen Gelehrten bei anderer Gelegenheit
zu sprechen kommen.