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v. Schulte
aus die Sache ungenau darstellt, nichts zu folgern ist >). Halten wir
uns an Tancred, so dürfen wir annehmen :
1. Johannes Galensis hat im Wesentlichen so sehr aus
Gilbert und Alanus geschöpft, dass seine Sammlung sich als ein
Auszug aus beiden darstellt.
2. Gilbert und Alanus haben nach dem Vorhilde Bernhards
('ad instar primae compilationis’, 'similiter’) die ihrigen gemacht, so
dass die Eintheilung in Bücher, Titel und Capitol dadurch feststeht.
3. Johannes zog die Deeretalen aller Päpste vor fnnocenz III.
aus den Sammlungen von Gilbert und Alanus.
4. Über das Verhältniss der Sammlung Gilberts zu der des
Alanus erfahren wir nur, dass letztere später gemacht ist.
Dies lässt v e r m u t h e n ;
Gilbert habe zahlreichere Deeretalen der Päpste vor Innocenz
III. und Alanus mehr eine Nachlese gehalten.
3. Ob Johann nur aus den beiden Sammlungen geschöpft hat,
wird nicht gesagt. Diese Frage hatte für den Zeitgenossen, welchem
beide zu Gebote standen, keine Wichtigkeit.
ti. Über die Hülfsmittel beider erfahren wir nichts.
Es soll nun im Folgenden ausschliesslich auf Handschriften gestützt
geliefert werden eine Beschreibung der Sammlungen beider,
der allmäligen Erweiterungen, des Verhältnisses beider zu der
Comp. II., III., IV., sodann der Entstehung derselben. Daran mag sich
noch eine kurze Erörterung über die sonstigen Quellen der Comp. III.
und IV. schliessen. Damit darf ich die Geschichte der Compilationes
antiquae, soweit sie hier berührt wird, bis zum gewissen Grade als
abgeschlossen betrachten, da die Darstellung selbst ergeben dürfte,
dass, was man etwa Neues noch auflinden werde, nicht von wesentlicher
Bedeutung sein kann.
') Praktisch aber genügend, da er nur die ö Comp, antiquae nach einander bespricht,
wodurch der Schein entsteht, als habe Joh. Galensis vor Petrus von Benevent
seine Sammlung- gemacht. Dadurch hat sich Antonius Augustinus verleiten
lassen. Diesen Punkt hat schon Thein er p. 25 sqq. hinlänglich beleuchtet.