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K a r a j a n
einfachen Consonanten begegnen. Einmahl nur findet sieh emptzichlich
f. entzichleich 153, gegen G. enczichleich W.
Dem ähnlich liebt K auch sonst die Verwendung milderer Consonanten
an der Stelle schärferer. So hat sie bruoderschaft 80 gegen
pruedersöhaft G. bewag 12, wogegen G. pewag, per eit bietet, und
nur hie und da begegnen geschärfte Anlaute wie pehag 24, per eit
32 und pringen 101 gegen G.
Auch h f. eh, also auch der mildere Consonant gegen den schärferen
inlautend nach streng mhd. Regel findet sich allenthalben in
K gegen W und G. So in fürlit. 6. fehlen: gerehten 58 und 59.
niht 20. 92. 181. gescliiht 21, sieht 176 chncht 177, hohvart 94,
hohvertiger 188, vorihten 81, moht 99 vihe 149.
Auch s. f. z. wird nach mhd. Regel in I{. gerne gesetzt. So in
was 61. 151. Des 66 des 31, ivas 61 gegen W. und G., die an all
diesen Stellen fehlerhaftes z verwenden. Dagegen gebraucht K z
wohlweislich da wo G fehlerhaftes s hat. So in Swaz 1, dar ouz 144.
w. f. b und p. und zwar gegen G hat K in Olwendin 131 für
olbentin, und gewunden f. gepunden in 145.
Von Formen die von K mit Vorliebe verwendet werden merke
ich an: dehein f. chain 115 und 33 gegen W und G; ez f. is 57
und 66. gegen G; der grabe f. graben 163, 176, 179. 183 gegen
W. und G.; iemen f. yeman gegen W iemant gegen G.; wandt
wan 99. 111,161 gegen G; endlich allenthalben ze f. zuo und zu 3.
7. 40. 58. 84. 91 und 142 gegen W und G-Gänzlich
abweichend erscheinen nur wenige Worte und Stellen
in K. von den bisherigen Handschriften. So hat K in z. 133. Chamaiober
für chembel W und Chemmel G.; auf z. 59 gerehten f. tzu reilten
G. emptzichlich 153; mlang f. niht lang 158. gegen G., duz
lebn f. sein leben 178. G.
Zu den Zeilen 48 und 159 haben W sowohl wie G den Zusatz
des Wortes wol der in der ersteren Zeile nach dem eingefügt, in der
zweiten nach halt dem Verse dient. In der Zeile 68 dagegen hat
sowohl W wie G nach Maister den Artikel der eingeschaltet, der das
Metrum stört und mit allem Rechte in K fehlt, \yo teutscher Herren
zu schreiben sein wird. Endlich ergänzt noch die neue Handschrift
eine Zeile, welche in W. fehlt, in G. aber nicht, nämlich die Zeile 89
' Vnd ouch die templaer.'