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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Phillips

Tarconia  und  Tarquinii,  so  wie  die  hispanische  Tarrago  in  Verbindung ­
  gebracht 29 ).  Wir  fügen  noch  hinzu,  dass  die  Namen  Tarcinus,
  Targellius,  vielleicht  auch  Tarquinius  sich  auf  hispanischen
Inschriften  linden  so)  und  lassen  im  Übrigen  die  Richtigkeit  jener
Annahmen,  die  auf  einen  Zusammenhang  der  Iberer  mit  den  Etruskern ­
  hindeuten  würden,  mit  allen  ihren  übrigen  Consequenzen  einstweilen ­
  auf  sich  beruhen.
Was  nun  den  Namen  Hispania  anbetrifft,  so  kommt  derselbe
nicht  vor  dem  zweiten  punischen  Kriege  vor.  Es  fragt  sich,  welcher
Sprache  dieser  Name  angehört.  Humboldt  führt  die  ihm  selbst  wenig
zusagendeErklärungAstarloa’s  durch  das  baskische  „ezpana“  an  3*),
welches  so  viel  als  „Lippe“,  „Saum“  bedeute  und  es  wäre  demnach ­
  das  Land  so  genannt  worden,  weil  es  gleichsam  der  Saum
Europas  sei.  Eher  könnte  noch  ein  Hinweis  auf  die  im  Baskischen
häufig  vorkommenden  Sylben  -asp  -esp  -isp  und  -osp-  statthaft
seinaa),  worin  man  etwas  „Dahinter,  Fernliegendes“  erkennen  will;
allein  man  würde  sich  bei  diesen  in  eine  Menge  nutzloser  Vermuthungen ­
  verlieren;  doch  möge  es  bemerkt  werden,  dass  diese
Sylben  sich  auch  sonst  noch  in  Namen  aus  römischer  Zeit
in  Hispanien  vorfinden  z.  B.  Aspalvca 38 ),  Corentispo»*),  Hispctlis,
Bospo 35 ),  Orospeda.  Auch  hat  man  wohl  die  Erklärung  des  Namens
Hispaniens  aus  dem  phönizischen  oder  punischen  Worte  Span  entnehmen ­
  zu  können  geglaubt;  dasselbe  bedeulet  nämlich  „Kaninchen“, ­
  an  welchen  Thieren  insbesondere  Südspanien  und  die  Balearen
einen  solchen  Überfluss  hatten,  dass  derselbe  allerdings  den  Karthagern ­
  auffallen  konnte  36).  Vielleicht  Messe  sich  noch  ein  anderer

29 )  Knohel,  die  Völkertafel  der  Genesis.  S.  56  u.  f.
30 )  Hübner,  Inscript.  Hisp.  Lat.  n.  3984.  n.  338.  n.  2227.  n.  2430.
31 )  Humboldt,  a.  a.  0.  S.  60.  —  Forbiger,  Handbuch  der  allen  Geographie
Bd.  3.  S.  5.  Note  15  legt  unrichtig  diese  Ableitung  Humboldt  selbst  bei.
32 )  Vergl.  F  a  u  r  i  e  1  ,  Histoire  de  la  Gaule  meridionale.  Voll.  1.  App.  11.  p-  508.
511.  514.  515.  518  u.  ff.  Unter  den  hier  angeführten  Beispielen  findet  sich
keines  von  —  osp.
33 )  Auf  der  Strasse  von  Cäsaraugusta  nach  Behearnum.  S.  11  i  n  e  r  Anton,  ed  Wessel,
p.  453.
34 )  Hübner,  I.  c.  n.  3528,
35 )  Hübner,  1.  c.  4970,  89.
36 )  Vergl.  Herod.  I.  192.  —  S  t  r  a  b  o  ,  I.  c.  Lib.  III.  cap.  2.  §.  6.  p.  119;
cap.  5.  §.  2.  p.  140.
            
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