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Phillips
(Fluss) noch eroa (schäumend) hinzuzufügen l4 ) oder es als
nothwendig anzunehmen, die Griechen hätten zur Vermeidung des
Triphthongen ein euphonisches r eingeschaltet. Das Wort ibar bedeutet
„Thal“, denn im obigen ibarra ist a der Artikel, vor welchem das r
regelmässig verdoppelt wird 15 ). Es wäre daher möglich, dass die
Griechen, als sie die Urbewohner Hispaniens kennen lernten und die
Worte ibar und ibai vernahmen, jene als ’Tßvjp-sg oder auch ”lßr,p-oi
und das Thailand, in welchem sie dieselben antrafen, ’lßrip-ia und
darnach auch den Fluss ’'lj3r ; p nannten '«). Diesen Namen "lßr,pe?
kennt schon Hekatäus 17 ) ums Jahr 500 vor Christi Geburt, aber wir
wüssten damit doch nur so viel, wie die Griechen den Stamm genannt
haben, nicht aber mit Bestimmtheit ob dieser sich nicht selbst
mit einem andern Namen bezeichnete. Es werden nun im Laufe der
Zeit eine grosse Menge einzelner Stammes- und Gemeindenamen
von den alten Autoren erwähnt und da wäre es denkbar, dass auch der
der Iberer anfänglich nur ein solcher einzelner Stammname gewesen
sei, der erst allmählig seine Ausdehnung auf das ganze Land erhalten
habe. Dahin scheint eine Bemerkung des Strabo zu zielen, welcher
sagt, dass eigentlich nur das Land zwischen dem Ebro und Pyrenäen
Iberien genannt worden sei t»), Allein derselbe Schriftsteller 10 ) gebraucht
nicht nur selbst den Ausdruck 'Ißrjpia fortwährend für die
ganze pyrenäische Halbinsel, sondern erzählt auch noch obendrein
dass mit diesem Namen einstmals alles Land im Westen des Rhodanus
bezeichnet und erst später darunter nur das Land im Süden der
Pyrenäen verstanden worden sei 20 ). Die Römer gebrauchten die Bezeichnungen
Iberia und Hispania abwechselnd 21 ). Die Sache hat
sich indessen allmählig dahin gestaltet, dass, während die Griechen
l4 ) Vergl, Humboldt, a. a. 0.
lä ) Vergl. van E y s s , Essai (Tune grammaire de la langue basque. p. 8
16 J Auch möge bemerkt werden, dass es in den baskischen Provinzen mehrere hielier
gehörige Personennamen gibt, z. B. Ibarra,\Ibarrondo von ibar und ondo (das franz.
souche) oder ondoan, (aupres) um! lbarzabal (Thal-offen, Thal-flach)
17 ) H e c a t. , 11—18 (ed. Klausen. Berl. 1831.) p. 44 sqq.
!8 ) Strabo, 1. c. Lib. III. cap. 4. §. 19. p. 138.
ls ) S. oben S. 521. p. 164. Vergl. S c y I a c. Periplus. n. 2.
20 ) Vergleiche Artemidor bei Steph. B y z a n t. v. 'L^vjptot. p. 143. —
Vergl. auch H u m b o I d t, a. a. 0. S. 61. — Baumstark, Hispania bei
Pauli, Realencyklopiidie. Bd. 3. S. 1392.