Die Einwanderung der Iberer in die pyrenäische Halbinsel.
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wundern,wenn in einernochspätererschienenen Schrift 9) für Afrika
die Ehre die Urheimath des menschlichen Geschlechtes zu sein, in
Anspruch genommen wird. Indessen wir wollen diese neuesten Ansichten
annoch auf sicli beruhen lassen und die Darlegung der
Gründe abwarten, welche Benl'ey zu seiner, wie er selbst sie nennt,
„heterodoxen“ Ansicht hingefiihrt haben. Wir bleiben einstweilen
mit vielen Andern bei der Meinung, dass Asien die Urheimath des
Arischen Volksstammes und mit einer geringeren Anzahl dieser
Andern hei dem „eingeprägten Vorurtheil“, dass es auch die Wiege
des ganzen und zwar von Einem Paare abstammenden Menschengeschlechtes
gewesen sei. Dies mag jetzt von dem Standpunkte
jener geologischen Untersuchungen, auf welche sich Benfey beruft
oder überhaupt von dem der Naturwissenschaften, so wie von dem der
Linguistik nach ihrem heutigen Stande, noch als eine Petitio principii
erscheinen, da es auf wissenschaftlichem Wege, besonders auf
jenem, der zu der Entdeckung der Arischen Spracheinheit geführt
hat, bisher noch nicht hat erwiesen werden können <«). Indessen die
Wissenschaft hat — wenn gleich Manche es glauben — das Gegentheil
auch noch nicht erweisen können und somit hat man freie
Wahl, der einen oder andern Ansicht zu folgen. Wer daher nicht von
jenem „Vorurtheil“ eingenommen, aber auch nicht in eine demselben
entgegenstehende wissenschaftliche Piichtung hineingezogen
ist, der thut am Besten, unbefangen und ruhig die weitere Entwicklung
der Wissenschaft abzuwarten "). Ohne ihre Absicht ist sie zu
9 ) Rob. Schwei c bei, Über den gegenwärtigen Stand der Sprache und Naturforschung
in Bezug auf die Urgeschichte des Menschen (Leipzig 1868) S. 16. —
S. auch Noe, clie vorgeschichtlichen Zeiten Europa’s und der europäischen Völkerschaften.
(Leoben. 1868). S. 14 stellt die beiden Vermuthungen sowohl die der
Herkunft aus Asien als auch aus Afrika als gleichberechtigt neben einander.
,0 ) Pott, Antikaulen. S. 211. Note, bemerkt in dieser Hinsicht: „Und überhaupt
hat, wer Lösung eines solchen Problems nachhängt, kaum ein glücklicheres
Resultat in Aussicht, als die Sucher von der Quadratur des Zirkels oder von einem
Perpetuum mobile.“
**) So sagt z. B. C. Schirren, die Wandersagen der Neuseeländer (Riga 1856.)
S. 46, der sich gegen eine Einwanderuug derselben aus Asien erklärt, S. 47: „es
wird Untersuchungen, welche der Beschreibung des Organischen auf der Erdoberfläche
nachgehen, gestattet sein, verschiedene Schöpfungscentren so lange
vorauszusetzen, bis ein Centrum nach dem andern wissenschaftlich aufgehoben und
die Schöpfungskreise allmählig zurückgeführt bis auf einen.“'