Die Einwanderung- der Iberer in die pyrenäische Halbinsel.
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erzählt die Sage von den nach Indien eingewanderten Ariern, dass
sie schon vierzehn Male zuvor aus verschiedener Veranlassung genöthigt
gewesen seien, ihre Heimath aufzugeben, und weiter zu
ziehen, um eine neue zu suchen >').
Es kommt nun in der That sehr viel darauf an, dass man sich
eine möglichst klare Anschauung von den Wanderungen der Völker
in der alten Zeit macht und in Beziehung hierauf zu einigen bestimmten
Grundsätzen gelangt. Die Kenntniss der Schicksale eines einzelnen
Volkes reicht in dieser Hinsicht nicht aus, sondern es tritt überall
in der Geschichte, so viel sie auch von den Kämpfen der verschiedenen
Völker zu berichten weiss, doch eine gewisse Zusammengehörigkeit
einzelner mit andern hervor; dass diese Zusammengehörigkeit
öfters auf Blutsverwandtschaft beruht, haben auch die Alten schon
erkannt 1 '). So ist es auch merkwürdig, dass die alle Stammsage
der Germanen auf Einen gemeinsamen Stammvater hinweist 1S ).
Diese Erscheinung hätte den ernsten Tacitus, wenn Sagen überhaupt
vor seinen Augen einen Werth gehabt hätten, leicht zu einem
tieferen Nachdenken veranlassen können. Jene Sage hätte ihn in
ihrem Fortgänge, wo sie von Mannus und seinen drei Söhnen erzählt
l4 ), im Vergleiche mit dem griechischen Mythus von den drei
Söhnen des Deukalion noch nähere Anhaltspunkte geboten. Aber
man darf auch nicht zu viel von ihm verlangen, da ihm die jüdischen
Urtraditionen unbekannt geblieben waren; er würde diese bei den
verschiedensten Völkern wiederkehrende Tradition von dem Stammvater
und seinen drei Söhnen >s) um so weniger verstanden haben,
als auch er der hei den Alten sehr verbreiteten Idee von der Autochthonie
der Völker huldigte 10 ).
So viel nämlich die alten Autoren von den Wanderungen der
Völker berichten, so macht sich doch oft genug hei ihnen der Gedanke
geltend, dass (las eine oder andere Volk in dem Lande, in
11 ) Vergl. Leo, Vorlesungen über die deutsche Geschichte, ßd. 1. S. 19.
12 ) Tacit. Germ. cap. 4.
,8 J Ta ci t. 1. c. cap. 2.
14 ) Vergl. über diesen Mythus noch J. Grimin u. a. 0. S. 824.
l0 ) Vergl. meine deutsche Reichs- und Rechtsgeschichte. 4. Aufl. §. 14. Note 14 u.
18. S. ö6 u. f.
3 h S. unten Note 19.
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