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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

500  S  c  h  r  ö  e  r
bunen  wohnen,  weilen  „lm  ganzen  poden  lai  an  eipämstiiudle  —
atinne  du  bnnet  dar  grimmige  tönt.“  Lied.
bunderlain  wunderbar,  seltsam,  s.  oben  das  Lied  Handel  junc  S  102
und  -lain.
burp  m.  Sensenstiel,  kämt,  worp  m.  steirisch  wonf.  Lexer  260,  tirol.
worp  in  Schöpf  820,  bair.  worb  f.  Schmell  IV,  139,  alemann.
worb  n.  Stalder  II,  298,  mhd.,  ahd.  worp  m.  Im  ungr.  Bergl.
wurf,  burf  Schröer  Wörterb.  105.  bjofn,  buofn,  wuofn  Nachtrag ­
  18,  buefen  Darst.  242.  Mein  vocab.  1420  unter  worf.
wurkeln  auf  dem  Eise  gleiten.  Vgl.  wargeln  rollen  Schm.  IV,  153.  —
busken  gleiten.  Altlaag  futschen  gleiten,  Stald.  I,  408.  Vgl.  wutschen,
wuschen  Lex.  261,  entschlüpfen,  alemann.  wütsch  schnell,
Stald.  II,  461,  tirol.  witsch  Augenblick  Schöpf  818.  Wol  Nebenform ­
  von  ahd.  wisk,  wisken  Wisch,  wischen;  vgl.  mein  vocab.
von  1420,  wo  S.  25“  zweimal  wuschs  für  wisch  (arswuschs)  zu
lesen  ist.
Wutz,  Name  in  Gottschee  1700.
bntzen  stechen;  Kindersprache.  Das  wäre  Schriftdeutsch  wutzen  oder
(u  für  a)  watzen  (ahd.  hwazzan  wetzen?).  Slov.  heißt  bücika
Stecknadel.
Z.
zäbern  zaubern.  Ebenso  kämt.  Lex.  263.  —  zübrar  m.  Plur.  zilbrare
Zauberer.  Wie  tirol.  s.  Schöpf  833.
zaben  wozu  s.  zbeu  (=  zweu).
zache  f.  Baumbock,  eine  Art  Laus,  Zecke;  mhd.  zeche;  vgl.  Schm.
IV,  222.
zäckliich  n.  Lumpen,  Fetzen,  s.  zockel.  Die  Form  zackel  stimmt  in
der  Bedeutung  hier  mehr  zu  mhd.  zote,  ahd.  zatiV,  so  daß  ein
Wechsel  von  t  mit  ck  anzunehmen  ist;  zagel,  das  in  Kärnten,
Tirol  ähnlich  klingt,  weicht  hier  völlig  ah.  Vgl.  zeckein.
zagel  m.  Kolben,  z.  B.  Maiskolben;  mhd.  bedeutet  zagel  m.  Schwanz
(got.  tagl  Haar),  aber  auch  schon  Baumwipfel,  s.  mhd.  Wtb.  III,
839\  4.
zagen  jammern;  3.  Person  er  zoit*,  Partie,  gezoit.  Die  Form  stimmt
zu  mhd.  zagen,  gezeit;  die  Bedeutung  ist  auffallend.
Zägkhl  s.  Zekcle.  Im  ungr.  Bergl.  Zekel,  in  Kaschau  1399,  in  Siebenb.
Zekeli.
            
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