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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

496  S  e  h  r  ö  e  r.
bea  weh;  beaben  biiiben  wehklagen  dar  kranke  hät  deu  gitnze  nächt
gebiiibet,  mhd.  wewen  auch  kämt,  tirol.  cimbr.  Krise,
beeke  t'.  Keil,  keilförmiges  Gebäck;  ahd.  weggi  mhd.  wecke;  kämtwecke
  m.,  vgl.  strütze.
bechcl  beachel  f.  tlschbeachel  Tischtuch.  Ahd.  dvahillja,  mhd.  twehele.
Voc.  1423:  zwchell  daz  hantuch  oder  —  la  troaia  da  man  9 b .
kämt,  wcchcl  Lex.  252.  Vgl.  wahen.
beder  welcher,  zuweilen  für  beldar  s.  d.,  nicht  zu  verwechseln  mit  boder.
weiz,  boiz,  boizc  m.  Weizen;  boizstumle  n.  plural:  boizstamlain
Weizenhalm;  türkisch  boiz  m.  Mais;  boizain  weizen;  boizain
pröat  weizenes  Brot;  boizain  mai  w'eizenes  Mehl.
Weifsenbach  1770  sieben  Häuser.
Weißenstein  bei  Altlaag  1770  vierzehn  Häuser,
bele  beldar  welche,  welcher.  Nicht  oberdeutsch  s.  Fromm  VI,
527.  ebenso  cimbr.  CWfb.  55.  In  der  Mosche  auch  beder
welcher.
beigen,  böigen  walken,  factitiv  von  balgen  s.  d.,  zu  dem  es  sich  verhält
wie  schwemmen  zu  schwimmen.  —  beigar  m.  Walgerholz.
bellen  wollen,  ih  bil  auch  in  der  Bedeutung:  ich  werde.  Voc.  1423:
ich  wil;  bir  wollen  64.  65.
bönc  beanc  w  enig.  Vgl.  mhd.  wönc.  Auch  tirol.  weank  wcnggal.  Schöpf
511,  kämt,  weank,  Lex.  255.  —  boiniger  geringer.  Vgl.  mhd.
weiniger  gewöhnlich:  weniger,
bene  f.  Köder,  vgl.  kärntisch  wöne  Lexer  259.
beppc  f.  der  Webstuhl,  ahd.  weppi,  mhd.  weppe  n.  Gewebe.  Vgl.
cimbr.  beppaspinna  f.  beppagnspunst  CWtb.  110\
wer  ber  wer;  be§  in  bcsch  bist  du?  wessen  hist  du?  Antwort:  Ruppanj
des  Rupp.  Eine  solche  Anwendung  des  Genitiv,  sowie  die  II.
Pers.  Plur.  (ir  bert  ihr  werdet)  unterscheidet  Gottscheewisch
von  den  österr.  bair.  Mundarten.  Dativ:  bumon  wem.
bergel  n.  kleines  Kind;  vgl.  mhd.  twergclin  und  oben  wahen,  bediel.
Sieben!),  sächs.  gottsbiirg,  gottsbärgel.  Schüller  24;  gottsbörich
Halte.  12,  d.  i.  vielleicht  nichts  anders  als  gezwerg,  mhd.  getwerc;
ist  aber  gotts  (=  goz)  zu  trennen,  so  haben  wir  denselben
Wegfall  des  Anlauts  wie  in  Gottschee,
werden  ih  bert  ich  werde,  du  bcr§t,  ar  bert;  bir  babn  wir  werden;
ir  berts  §eu  bernt.  bent.  Vgl.  im  ungr.  Bergland  ech  barr  ich
werde;  bir  ban  wir  werden.  Schröer  Nachtr.  49.
            
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