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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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S  c  h  r  ö  e  r.

ruitont  an  bägc  sie  reiten  weg:  ebenso  auch  im  vdcab.  1423:
er  ist  langst  en  bege  gegangen  4S b .
bachletzen,  1..  fächeln  zu  bair  wiicheln  Schmell.  IV,  9.
Nach  der  Form  in  Gottseliee  ist  ein  mhd.  wehelen  anzunehmen ­
  zu  wihc  wach  wähen  gewehen  s.  mhd.  Wtb.  III,  650.
Denn  die  Gottscheewer  Mundart  hat  a  nur  für  e,  nie  für«.—2.,
watscheln,  wie  eine  Ente  gehn,
wacche!  baechel  m.  Tischtuch  s.  beclicl.
wad  —badraich  m.  Wegrich;  abd.  wegarih,  mhd.  wegcrih.  Vocab.
1423:  wegreiöhwasser  laqua  de  piantazano  21 b .
walien  bugen,  derbugen  gewaschen,  got.  thvalian,  mhd.  twahe  twuoc
twuogen  getwagen.  Nur  das  Particip,  aber  statt  -twagen:  -bugen,
ist  erhalten,  wo  wahrscheinlich  ü  für  langgewordenes  a  anzunehmen ­
  ist,  also  derbdgen  für  derwagen.  Uber  den  Wegfall  des
t  vgl.  bechel  und  >V.
Wachtel  bächtel  f.  Wachtel.  Im  Liede:  di  bächtel  ginget  in  ünserm
walde  s.  S.  110.
bainiichtcn  Weihnachten.  Zu  diesen  Festtagen  werden  in  Gottschee
Vögel,  besonders  Tauben  aus  Brolteig  gebacken,
baibon  s.  baip,
balle  f.  Weile,  Zeit,  ili  hän  et  der  bail  ich  habe  nicht  Zeit,
bain  m.  dar  baifcc,  röatc  und  sbiirzc  b.  weißer,  rother  und  schwarzer
Wein,  wie  in  Italien.  —  bainrabc  f.  Weinrebe,
bainparc  m.  Weinberg.  Die  Weinberge  im  Süden  des  Lsindchens
sind  das  Paradies  des  Gottscheewers.
baintolle  f.  auch  tolde  Weintraube.  Vgl.  Gr.  Wtb.  II,  1227.
baip  n.  Weib,  baibon  ein  Weib  nehmen.  S.  darüber  oben  S.  25.
Vocab.  1423:  ein  beipt  (sic)  nemen:  tore  moier  36 b .
baisei  m.  Weisel,  Bienenkönigin  mhd.  wisel.
baige  f.  baigel  n.  Weise,  Singw r eise  mhd.  wisc.  —  Die  baigen  der
echten  Gottscheewer  Lieder  sind  sehr  eintönig;  s.  Ausflug  n.
Gottseliee  S.  112.
            
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