Weitere Mittheilungen über die Mundart von Goltschee.
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1460, teuer palma. — Zu tolde S. 70: die richtige Form ist
tolle Traube, baintolle, wie mir Pf. Kr. schreibt. Vgl. Gr. Wtb.
II, 1224. — druessel la gola voc. 1460, 10 a : vgl. grießel.
— tschicken zwitschern, — dürch immer; vgl. durchan. schwäb.
durane Gr. Wtb. II, 1582. — dütschc f. Schlag. Stoß; vgl.
Schmell. I, 407: dütschcn, sloven. tieati.
U steht für o und a: uwer ab her, urbaißc, s. oben S. 41 übend Abend etc.
ü für u: üns, unser, üline, ümme etc. Ebenso im ungr. Bergl. Nachtr.
49“.
Das vocab. 1460 hat: steund, geunt stehend, gehend;
haut und hüt aber Mehrz. hnet (häute); hüs, hueser. Für uo
gewöhnlich ne, einmal mocter, für iie einmal oe: koen.
ü an up ab in: üzichen anziehen, upgean abgehn; aber auch für ab
steht zuweilen n s. uhin hinab.
übend m. abend s. suba§.
überlinc m. Spirnirockeustab.
ubrich m. Quelle der Riin§e s. d. Vgl. etwa urbarig, uebering plötzlich
ahd. unwaringün Schmell. I, 185 1 ).
nhalt halt, wie im Österreichischen Gr. III, 254. GrafF. I, 912.
uhin hinab, uhar herab; genauer abhin, abher; vgl. kämt, oahar abher;
oachn abhin Lex. 1.
ülmc f. Ulme, daher ülmäch n. Ulmengebiisch.
ümül die Mistel, sl. ome'la. Vgl. ornol.
umailen der Dinkel; vgl. amelkcrn Schmell. I, 51.
ftnioiße f. Ameise, ahd. iiineizä, mhd. äineize, tirol, üincß Schöpf 781,
Kämt, uinassc Lex. 5.
üinmc, ümme um. ümme bringen umbringen.
und quam primum, sobald als; nachdem und man es versteht vocab.
1460.
„undrat schuldig; in der Mosche.“
unebartic strauchig. Wahrscheinlich ursprünglich von Grundstücken,
die nicht abgeholzt werden dürfen. Wie banlbartic s. d. für
weilwartig, scheint nnebartic für ein älteres inwertic zu stehen;
O Ich finde das Wort auch im Ofner Stadtrecht in dem Sinne plötzlich S. I4ö
vrbc’ing und s. 169: vrbering.