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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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8  c  h  r  ö  e  r

stickel  steil.  Der  sticklc  roin  der  steile  Weg.  Formelhaft  im  Liede
neben  dem  proiten  bäge.  Mhd.  stickel.  Ebenso  kämt.  Lex.  241.
Stinc,  Stinne,  Name  in  Altbacher,  Reinthal,  Reichenau  1614,  1783,
Nesselthal  1770,  d.  i.  Augustin;  vgl.  Lexer  242.
stinkitch  n.  Alpenwegdorn.
stibel  m.  Pfahl  zum  Stützen  einer  Pflanze,  alemannisch  stigel  Stald.  II,
398.  Stufe  im  Zaun  zum  Übersteigen,  was  auch  sonst  stigl
heißt;  cimbr.  stivala  CWtb.  174.  Beide  Formen  in  Tirol  und
Kärnten,  Schöpf  711,  Lexer  241.  Grimm  in  der  Vorrede  zu
Schutzes  got.  Glossar  VIII,  möchte  selbst  ahd.  stuzzan  aus
stiuwizan  erklären,  was  durch  das  got.  stiviti  denkbar  wird,
wozu  er  understibel  fulcium  u.  a.  vergleicht.  —  ünstibeln  au
Pfähle  binden;  vgl.  mhd.  unterstiweln,  mhd.  Wtb.  II,  s,  6S4.
stockhat  einen  Stock,  in  dem  Sinne  wie  in  Blumenstock,  bildend,  z.  B.
stockhatc  arbeißcn,  s.  oben  S.  41.  —-  Wie  die  Endungen  -ich
(s.  sugäeh),  =  ade  (s.  kochade)  bei  Substantiven,  sind  -at,  -lain
bei  Adjectiven  in  der  Gottscheewer  Mundart  häufig;  s.  lain.  Zur
Endung  -at  und  -ot,  s.  d.,  vgl.  Weinh.  bair.  Gr.  •§.  206  und  Gr.
Gr.  II,  380,  38S.
Stockendorf  zählte  1770  sechs  und  zwanzig  Häuser.
stoinwögel  m.  Elster.
stockhen  1.  gerinnen  von  der  Milch.  2.  aber  auch  erstarren:  du  §olst
bcstockhen  und  bestoin!  in  dem  Liede  unter  barbar  unter  W.
Stolzer,  Name  in  Nesseltbal  1684,  s.  Stalzer.  Auch  im  ungr.  Bergl.
Münichwies  18S8.
Stanitsch,  Name  in  Mosel.
stoß,  stoaß  m.  am  Hemd,  sonst  Stock;  auch  tirol.  bair.  Schöpf  716,
Schmell.  III,  661.
stoaßen  stoßen;  stöaßen  di  ruebn  awn  ruebai§entc  Rüben  stoßen:  s.
darüber  Scbmeller  III,  661.
stößl,  stfeaßel  m.  Zwickel  am  Hemd.  So  auch  in  Tirol,  Schöpf  716.
acht  stößlate  pfoit  f.  das  Hemd  mit  acht  Zwickeln.
straichen  streichen.  Di  kositze  i§t  mit  smauz  üngestrichen.
sträng  m.  Bifang.  Vgl.  Schmell.  III,  687.
straube  f.  ein  Backwerk,  das  durch  einen  Trichter  in  heißes  Schmalz
geträuft,  oder  durch  eine  Spritze  gepreßt  und  dadurch  geformt
ist  (spritzstraube).  Wenn  es  sich  aus  der  Schweiz  nach  Tirol
herüber  u.  s.  w.  ausgebreitet  hat,  so  wäre  die  Erklärung  dort
            
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