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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

Weitere  Mittheilungen  über  die  Mundart  von  Gottschee.

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ständle  n.  Staude  eipam  stäudle  Eibengebüsch;  im  ganzen  poden  lai
oin  eibam  steudle  atinne  da  bünet  dar  grimmige  töad.  Aus  einem
Liede.
stecken  n.  ein  besonderer  Gebrauch,  s.  Seite  116,117;  vgl.  stacken;
im  transitiven  Sinne,  auch  stöckhen  d.  i.  ahd.  stecchan.
steaklieh,  stiiikliches  bar  struppig.  Vgl.  streaklich.
Steinwand  bei  Mosche  hatte  1770  neun  Häuser.
Steirer,  Steyrer,  Name  in  Kleinhäusel  1683,  Orth  1784.  Im  ungr.
Bergl.,  Neusol  1390,  Kremnitz  1328.  ln  Marb.  schon  1460.
stfin,  steanen,  stean  stehn,  stiangcit,  steangot  stund.
Stemk,  Name  in  Gottschee  1700.
Stephan.  In  einem  Liede  von  dem  sterbenden  Stephan,  das  in  Gottschee ­
  gesungen  wird,  scheint  Stephan  der  Märtirer  mit  dem
ungrischen  König  Stephan  verschmolzen.
Stephan.
Seu  hant  stoinder  gepolet  avn  Steffän,  dan  lieben  main!
ar  ruckhot  ji  et,  ar  rüerot  ji  et.
jeuhant  mon  oungepölet,  di  jtoinder;
ar  hat  auber  nisch  gespüret  dar  Steffän,  lieber  main:
derkrankot  ijt  der  Steffän,  dar  Steffän  junc
ze  imon  kamon  dar  wüter,  ze  saindam  lieben  jun.
„bamon  schäffojt  du  die  giieter,  o  Steffän  main?“
’Ich  bil  ji  euch  et  schaffen,  o  wüter  main!
Ir  muget  ji  et  regieren,  ir  §ait  ze  alt  darzu  !'
50  sprach  ze  jainem  wüter  der  Steffän  junc.
derkränkhot  ijt  der  Steffän,  der  Steffän  junc;
ze  imon  trit  die  mueter,  die  mueter  jain:
„ouber  du  Steffän,  du  lieber  main
ich  pin  doch  deu  mueter  dain  !
„jo  berjt  du  mir  werschäffen  de  giieter  dain
so  berjt  du  mir  werschäffen  de  güeter  dain!“
’ich  bil  ji  eu  et  schäffen,  o  mueter  main!
ir  muget  ji  et  regieren,  ir  sait  ze  alt  darzu!
derkränkhot  ijt  dar  Steffän,  dar  Steffän  junc
ze  imon  trit  der  prueder,  der  prueder  jain  :
„bamon  schäffojt  du  de  güeter,  o  prueder  main?
bamon  schäffojt  du  de  güeter,  o  Steffanlain  main?
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LXV.  ßd.  II.  Illt.  33
            
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