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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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S  c  h  r  ö  e  r

sprinzat  sommersprossig;  vgl.  Schöpf  693,  Sehmell.  592,  mhd.
sprinz  m.  Wtb.  2, 2 ,  548^  und  sprenzen  sprengen,  im  ungr.  Berg).
Schröer  98 a ,  kämt,  sprinzen  Lex,  238,  vocab.  1479  sprcnswadel
  el  sporsorio.
sprotz  m.  1.  der  Sproß,  cimbr.  sproz  CWtb.  173.  2.  das  Aufspringen
der  Knospe,  des  Auges.  Sieb  Hansel  jung  S.  104.
srakitze  f.  Elster,  s).  sraka.
Srobotnik  bei  Wosail  1770  mit  eilf  Häusern.
Srotsch  1770  mit  vier  Häusern.
stachaller  f.  Stecbeiche;  aller  stellt  etwa  für  ahd.  elira.  was  freilich
die  Erle  bezeichnet,
stackh  m.  Zaunpfahl;  wol  zunächst  aus  ital.  stccca,  was  in  Gottschee
als  Fremdwort  stackli  (d.  i.  steck)  gesprochen  wurde,  denn  das
deutsche,  mhd.  stecke,  muß  in  Gottschee  stücke  werden.
stakar  m.  die  Ratte.
stackhen  stecken  finde  ich  zuweilen  neben  steikhen,  stoikhen  geschrieben ­
  und  vermuthe,  daß  dieß  im  intransitiven  Sinne  etwa
für  stechen  eingetreten  ist.
Stalldorf  1770  mit  sieben  Häusern.
Stalzer.  Name  in  Stockendorf,  Mosel  1867,  Graflinden,  Remergrund,
Altfrisach,  Reinthal,  Kummerdorf  1775.
Stalzern  hei  Rieek  1771  mit  vier  und  zwanzig  Häusern.
Stämpfel,  Stanipfel,  Name  in  Gottschee,  Hirißgruben,  Weißenstein,
Dürnbach,  Morobitz,  Riek,  Götenitz  1775,  Mosel  1867.
„Stämphl,  Bartime  in  Morobitz  müeßent  auch  die  Holzfur  aufs
schloß  Friedrichstein  füeren“.  1684.  Es  wird  behauptet,  daß
Stinipfel  derselbe  Name  sei  und  nur  in  Tschermoscbnitz  mit  i
gesprochen  werde.
Stängel,  Name  in  Gottschee  1700,  Mitterdorf  1775.  Im  ungr.  Bergt.
Pilsen  1785.
stangele  n.  der  Halm;  auch  stamle  n.  rdatgüldain  stangelain  die  rotgüldnen
  Halme  der  Feldfrucht,  im  Liede.
Stanitsch,  Name  in  Nesselthal  um  1684.
stap  m.  der  Stab,  als  Maß  für  Sehnittwaaren  scheint  zwei  Ellen  zu
betragen,  denn  ein  pissle  s.  d.  hat  60  Ellen  oder  30  stabe  Vgl.
Ähnliches  an  der  Oberisar  Schmell.  III,  601  und  Adelung  unter
Stab.
Staudacher,  Name  in  Mosel  1867,  Mosel,  Verdreng,  Krapflern  1775.
            
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