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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

Weitert*  Mittlieilunsren  über  die  Mundart  von  Gottschee.

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Sn  s.  auch  Schn.
§n£  m.  Schnee.  Dativ  sneabe;  snaiben,  gejniben  schneien,  mhd.
sniwen.
jnodar  m.  Rotz;  cimbr.  snodar  CWtb.  172,  kämt,  schnuder,  tirol
srlinndel,  mhd.  snuder.
snupfatzen  schluchzen.  Ebenso  tirol.  Schöpf  642,  cimbr.  CWtb.  172.
solchen  mingere;  mlid.  seichen,  cimbr.,  kämt,  soachcn,  voc.  1479  :  saichen,
  gesaicht  pisa,  seichel  Iapuzal0 a .  —  soichplätter  f.  Harnblase.
Somide  s.  Samide.
jöargen  in  wcrsöargen  pflegen;  ists  guet  wersöarget?  hat  das  Rind  zu
fressen  bekommen?  vgl.  guet.
sotieich  tal  voeab.  1423:  zu  sotleichcr  frag  gehört  sotleich  antbort
13\  zu  sotleicher  stat  sein  sotlciche  siten  tal  terra  tal  usenza
46“.  Sieh  oben  S.  108  hettenar  und  ungr.  Bergt.  Wörth.  97.
Spech,  Name  in  Kotlern,  Ort,  1684.
Speckh,  Name  in  Gottschee  1700.
spackh  m.  Speck;  vgl.  pitchen.
spilkind  n.  Kebskind.  tm  ungr.  Bergl.  gilt  spulen  für  buhlen,  s.
Wtb.  98,  doch  wird  der  erste  Theil  des  Wortes  ganz  einfach
auf  spielen  zurückzuführen  sein;  vgl.  ahd.  spiliwibon  (dat.  pl.)
scortis  Graff  I,  653.
spilleute  Musikanten.  Im  Liede  S.  432.
Spiller,  Name  in  Gottschee  1700,  Pölandl  1773,
spitz  par  schuhe  ein  Paar  spitze  Schuhe  noch  im  Liede  S.  433.
Sporeben  bei  Nesselthal  1770,  mit  zwölf  Häusern,
sporbar  m.  Sperber,  gewöhnlich  haoch  s.  d.  Vocab.  1423:  dersparber
32“.
sprachen  beten,  sonst  patten  (päten  heißt  bitten).  Sprechen  auch  im
ungr.  Bergland  für  beten;  s.  Nachtr.  48,  Darst.  185.
Spreizar,  Name  in  Gottschee  1700,  Roßhüchel  1867,  Stockendorf,
Rusbach,  Fliegendorf  etc.  1775.
Spreuzer,  Name  in  Gottschee  1701,  Dirnbach  1614.
spreuzlinc  m.  der  Zaunpfahl,  das  Gestelle  für  die  Lichtspähne,  die  in
Gottschee  noch  vielfach  die  Kerzen  vertreten,  s,  lenchter;  das
Holz  mit  einem  Spalt,  in  welchen  man  den  Spahn  steckt,  nennt
man  Icuchterkeue  oder  spreizlinc.
Springer,  Name  in  Gottschee  1700,  Fliegendorf,  Rötzen  1775,  in
Tiefenthal  1560.  Im  ungr.  Bergl.  in  Käsmark  1627.
            
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