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gattein satteln. Auch in dem übertragenen Sinne: das Gemüse satteln,
Braten auflegen. Der in seiner Armut erfinderische Gottscheewer
nennt freilich auch saure Rüben schon gesattelt, wenn er Hirse
statt des Bratens auflegt.
gau f. Sau. gaudierne f. Sehweinemagd, sauke, m. Schwein! als
Schimpfwort für einen Mann, sauko, f. ebenso für ein Weib.
In Bezug auf die Geschlechtsbezeichnung mit -e, -o s. unter 0.
gauer sauer, verdrießlich; ar hübet sih gauer er ist böse, gebärdet
sich verdrießlich.
schaffen vermachen d. i. erblich übertragen; biimon schaffogt du daine
güetar? s. Steffan.
Schaffer, Name in Hornberg, Dranbank, Otterbach, Altsaag etc. 1775.
Im ungr. Bergl. Schaffer Schemn. 1362. Neusol 1482, Kremn.
1528. Käsm. 1625. In Marb. 1329.
Schaffer, Name in Gottschee um 1750.
Schager, Name in Neuwinkel, Eben 1775. Vgl. Säger,
sehägcn schauen. Vgl. sähen sehen.
schaibe f. Scheibe. In Kärnthen und Tirol heißen so auch die brennenden
Harzscheiben die bei den Johannisfeuern gerollt werden;
Gottschee: suminitenrädle — n. schaiblain rund, vocab. 1423:
scheibligt tordo 77 b . Vgl. -lain, ebenso in Tirol und Kärnthen.
scheibig, scheiblet, im ungr. Bergl. schibellichc und tschaibet
rund., s. Darst. 72 (322), Wörtb. 46.
„schaiknar der erste Brantwein“ Rudesh S. 267 6 .
schaincn scheinen, wol zu unterscheiden von gainen s. d.
schaißertac m. Faschingdienslag s. prankein S. 60.
schale s. schäle.
Schalkendorf hatte 1770 acht und vierzig Häuser,
schall f. Erdscholle, mini, schölle.
schapel n. Stirnband, Kranz mhd. schapel, slovenisch sapcl.
„scharat krummbeinig“ Tschermoschnitz.
schare f. Scbeere; ahd. scera, mhd. schere; in kämt, schäre !■>
ebenso tirolisch, entsprechen der ahd. Nebenform scära scüri;
cimbr, scheara f. scheara kann für beides stehen; sloven. gkarjc.
schartel m. Kuchen, Gugelhupf, vgl. ahd. scarta v. rosta, craticula,
scartisarn clibanum, craticula; bair. schart Kupfertiegel aul'Fiißen
um Gogelbopfen zu backen. Schmell III, 404. Die Slovenen
nennen den Schartel: gartelj.
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