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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

458  S  c  h  rö  e  r
ranklie.  rankhel  f.  der  Bohnenstecken,  ronkhelarbaiße  oder  ronklatc
ärb.  rankende  Bohnen.  Vgl.  tirol.  rängge  Holzstange  Schöpf  533
Schmell.  III,  111.  Lexer  204.
ßankel,  Name  in  Gottschee,  Altlaag,  Windischdorf,  Klindorf,  Malgern,
Hoheneck,  Hasenfeld.  1730  vgl  ßonkhcl.
Rankeli  Name  in  Schwarzenbach  1614  Rankhele,  Klindorf  1614.
ragte  f.  1.  die  Strecke  Weges  bis  zum  Ruheplatz,  2.  der  Ruheplatz,
die  Lagerstätte,  Name  für  Gegenden  in  Kärnten  Lexer  205,
ebenso  in  Tirol  Schöpf  536.  In  Krain  bei  Zarz  der  Berg  Rast,
gesprochen  Roscht  sloveuisch:  Pocivalo  (von  pocivati  ruhen,
rasten).  S.  oben  Seite  30.  rillten  ausruhen;  auch  vom  Teig  gebraucht: ­
  di  wiar  toiglain  miießent  a  wierfelstuude  rasten  s.  oben
S.  58.
Ranch,  Name  in  Gottschee,  Graflinden,  Lienleid,  Hinterberg,  Reinthal
1750.  Im  ungr.  Bergland  in  Leutsch.  Rauh  1660  in  Schemnitz,
Stooß  1838:  Ranch.  Auch  im  tränk,  henneberg.  Spieß  201.
raute  f.  eine  Reute,  Rodung.  Die  mit  Steinen  oder  Hecken  eingefaßten,
mit  Gemüse  oder  Flachs  bebauten  „Grüblein“  nennt  man  auch
Rauten.  Vocab.  1423:  die  raut  la  ruda  35 d .  Dieselbe  Form  mit  au
für  cu  (mhd.  in:  riute)  mit  verschiedenem  Geschlecht,  auch  als
Ortsname  kämt.,  tirol.,  cimbr.  Lex.  205.  Schöpf540,  CWtb.  159  :
„raut  m,  —  Gareut  —  der  deutsche  Name  für  Frassilongo.  Der
FamiliennameRoncari  wird  durch  Reutenar  gegeben.“  Im  Lehenbuch
  der  Grafschaft  Cilli  Codex  243  fol.  39.  circa  anno  1436:“
Christoff  Rewter  hat  ze  leben  enphangen  vnd  sein  erben  .  .  .
die  hernach  geschriben  gueter  der  ersten  fünf  buhen  in  dem
Gostel  gelegen,  zu  dem  ungcrischcn  gerewt  vier,  vnd  die  fumft
zu  hand  oberhalb  am  Padaw.  Item  drei  buben  im  Kostei  vnder
der  kyrichen  gelegen  mit  ir  zu  gehörung,  da  Peter  auf  ainer  (sic)
und  Tome  auf  ainem  (sic)  karnig  (?)  gesessen  sind,  und  sullen
zu  dem  ungrischen  gerewt  ader  anders  wo  in  unser  herschatt
hewslich  gesessen  sein  und  auz  der  hersehaft  nicht  ziehen.“
Schriftl.  Mittheilg.  von  Prof.  Zahn  in  Gräz.  —  Vgl.  oben  S.  92:
gereut.  Beachtenswerth  sind  die  Orte  in  deren  Namen  die  Form
rode  für  reute  vorkömmt,  was  auf  eine  Einwanderung  aus  Mitteloder ­
  Niederdeutschland  hinweist.  So  Edelschrot,  von  1270  bis
1300  noch  (lelcschrode  und  Gclcnschrodc,  Leonrod  von  1218  bis
1300:  leonrode,  Lewenrodc  und  lewenrodin.  Zahn.
            
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