Weitere Mittheilungen über die Mundart von Gottschee. 455
ort, oart n. das Ende, er i§t am öart. Voc. 1423: da* eckt «der binchel
«der ort el ehanton ll b .
ö§, n. Aas, ahd. äs.
Ossiunit*, hatte 1770 neunzehn Häuser. Die Pfarre soll 1509 gegründet
sein.
Ostermann in Mitterdorf 1700, Kollern, Ort, Altlaag, Zwislern, Kerndorf,
Rein, Mos, Moswald, Schalkendorf, Graflinden etc. 1750.
In Kerndorf 1684: Ostcrmon.
östermon s. Ostermann.
ostern, «altern Ostern. Die Osterkuchen werden gefüllt mit zwei
Arten Fülle (so wie anderwärts theils mit Hohn, theils mit
Nüssen) und jede dieser Füllen besteht aus zwei Ingredienzien,
aus Honig mit Hanf (sic) oder Ei mit Hanf (Ostra stellt chinde
konac egir suoziu! ließe sich hier anführen, wenn man an Zapperts
Schlummerlied glauben könnte!). — „Vom Faschingdienstag
aufbewahrtes Brot wird in die Osterspeisen gethan.
Die bei den Gottseheewern übliche Osterpalme, welche zwei
Zoll dick ist und am Palmsonntage in der Kirche geweiht wird,
besteht aus Zweigen der frühen Weide, salix praecox, welche
oben mit Epheu umwunden, unterhalb mit rothen und anderfarbigen
Bändern zusammengebunden sind. Diese geweihten
Zweige werden in Kreuzform geschnitten und an die Stall- und
Kellerthüren gehängt, damit die Hexen nicht in die Stallungen
eindringen und dem Vieh Schaden zufügen können. Auch
werden bei herannahenden Gewitterwolken einzelne dieser
Weidenruthen in die Felder gesteckt, damit der Hagel nicht
schaden könne.“ Elze.
Oswald, Oswolt, Name in Schalkendorf, Neuwinkel 1700, Deutschau
1750; im ungr. Bergl. Oswalt, Ozwald, Schemn. 1362, 1858,
Pilsen 1785. Oswald Neusol 1390. Unterturz, Oberturz 1858,
Käsmark 1605, Osbald Kaschau 1645, Oswald 1829, Ostwald
Käsm. 1627, Oßwakl Kremn. Käsm. 1850. In Presburg 1379 :
Oswaldus hawer.
otter hernach s. ättcr.
Otterbach bei Mosel hatte 1770 achtzehn Häuser.
-ot häufig im vocab. 1479: glaczot, nakot, spreclot, masot: in dem
vocab. von 1423 noch -at, sprecklat fleckig 6l a , liereckat 47*»
ebenso noch in Gottschee vgl. stockat, ranclat etc.