Weitere Mittheilungen über die Mundart von Gottschee.
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Das kurze u wird ä, o, das lange u. Langes 6 wird 6a:
awerniich Ahorn, owin abliin, hinab, getün getban, öa§tern etc.
Merkwürdig ist die Endung weiblicher Hauptwörter und
der schwachen Adjectiva fern, in o, was an die gotische weibl.
Endung 6 erinnert. Es ist ein zu o gesunkenes alul. d s. aniii, das
sich, merkwürdig genug, auch im Adjectiv gehalten hat, indem
das kurze o des Masculin in e ühergieng. Also gotisch: masc.
blinda fern., blindö; ahd.: masc. plinto fern, piintä; gottscheewisch
: masc. plinte fern, plinto. S §löabe.
Oberbuechbcrg hatte 1770 fünf Häuser, Unterbuechbcrg neun. S.
Buchberg.
Oberdcutschau 1770 mit sechs, Untcrdeutschnu mit sieben und
dreißig Häusern. S. Deutschau.
Oberfliegendorf s. Fliegendorf.
Ohergras hatte 1770 ein und dreißig Häuser, s. Mittergras.
Oberkatzendorf 1770 mit drei Häusern, s. auch Ratzendorf.
Oberlosin hatte 1770 zwanzig Häuser, s. Niederlosin.
Obermitterdorf 1770 mit fünf Häusern.
Obcrmöscl s. Hösel.
Oberskrill s. Skrill.
Oberstein 1770 mit zwei Häusern.
Obertappelwerch s. Tnppelwerch.
Obertiefenbach s. Tiefenbach.
Obertscbatschitsch s. Tschntschitsch.
Oberwarmberg s. Warmberg.
Obcrwetzenbach s. Wetzenbaeh.
Obcrwillbach hatte 1770 drei Häuser.
Oberem, gesprochen Obrarn, bei Mitterdorf hatte 1770 zwanzig
Häuser.
Oberlascr, Name in Riek 1616; vgl. Oblaser.
obere m. nämlich Wind, der Ostwind, jauk m. der Südwind, pär
(= Bär) m. der Nordwind.
Oberleger m. Wiesbaum in Tschermoschnitz.
öberlinc m. Ermel. d öberlinge hent of a ploche west niderge§lngen
und gekrispat die Ermel (des Hemdes) werden auf einem Brette
fest niedergeschlagen und gefältelt.