Weitere Mittheilungen über die Mundart von Gottschee.
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der Gottsclieewer nur die Mosche sagt. Es hatte dieser Ort
1770 ein und zwanzig Häuser, wovon eine Gruppe von fünf
Häusern Muschel, die andere Gruppe von fünfzehn Häusern
Maschen hieß. — Die Tracht der Frauen nähert sieh hier der
slovenischen. — Moschnar in. Mehrzahl Moschnare der Bewohner
der Mosche.
bolauer, bolauer, geliechter täc!
heraus, lichter Tag!
alle di klockhelain läutent schean,
alle die Glöckiein läuten schön,
und Moschnar diernlain gläfenf noch alle schean
und die Mosehner Mädchen schlafen noch alle schön.
Moschner Wecklied. Vgl. ein anderes Wecklied aus Mitterdorf
oben unter krauen.
Als Pfarre erscheint Tschermoschnitz seit 1509.
Mosel, ein bedeutender Pfarrort mit den Dörfern: Durnhach, Reinthal,
Verdreng, Otterbach, Hotscharn (= Niedermösel). Die Pfarre
wurde errichtet 1509, „die Pfarrkirche St. Leonhardi zu Mosel
ist 1520 gebaut“. Valvasor VIII, 774. Im Jahre 1770 zählte
Oberuiösel zwei und fünfzig, Niedermösel sechs und zwanzig
Häuser.
Moswald bei Gottschee hatte 1770 neun und dreißig Häuser. Vgl.
oben S. 12.
Mraneu gesprochen Mräge, bei Riek hatte 1770 ein und dreißig Häuser.
milche f. Fliege; gewöhnlicher wliage. Slov mahn.
madel f. Nudel. — mudcl ploch m. Teigbrett, d. i. in Presburg,
Wien, Insbruck nudelbrett. — mudelbelgar m. Walgerholz;
österr. Walger; die fränkische Form welgcr auch im ungr.
Bergl. Wtb. 103.
madigen coire; vgl. etwa kämt, mudeln misten. Lexerl92; im ungr.
Bergl. mudel Hode; Wtb. 82 b .
müc ich kann, mag. mögest, nute. ir muget et regieren ihr könnt sie
nicht verwalten. Schon 1423:niug posso vocab. Sb“.
Mnesche, Name in Krapflern 1700, s. Müschee.
müeßen: ihmüß, dumüst. ar muß; bir müeßen, irmüeßct, $eu inüßcnt.
mäken muhen, von Kühen; vgl. mnezen, mugetzen, Schöpf 445 und K.
mülen an bachen werden 1770 zwanzig angegeben.
Mülle, Name in Nesselthal 1750, s. Mille, Mnle Nesselthal 1700.