446
Sehr ö e r
Mundart doppelt auf. — Gebräuchlicher ist die Form mörle n.
Mehrzahl mörlain Möhre. — mörlainsiime m. Mohrrübensame.—
Merleinsrauth (für mörlainsraute) s. d. heißt ein Ort. Auch die
Kämt. Mundart hat inearl n. Möhre; mit dem Umlaut Lex. 191.
morgen, §moroii§ auch smorais des Morgens. Kämt, tschmorgans
Lex. 192, tirol. dschmorgest Schöpf 443; im cimbr. Katechismus
von 1842 steht schmorghezen, schlesiscli schinarchsta, Weinhold
83. — Vgl. §uba§ Abends.
Morkho. Jörgei des Morkho sun, Schwarzenbach 1614. — lm ungr.
Bergl. Marko Kremnitz 1830. Mark, Markus Neusol, Schemnitz
1360—1390.
uiort, inoat m. Mörtel; nd. murt. Ich finde auch aufgezeichnet „moal
Mörtel“, was entweder ein Schreibfehler oder auf got. mnlda
Molte pulvis zuriiekzuführen ist; vgl. kämt, malta Lex. 18S, u.a.
Morohitz hatte 1770 fünf und zwanzig Häuser. Als Caplanei losgelöst
von der Plärre Riek seit 1792. Es gehören zu dieser Kirche die
Orte Eben, Niedertiefenbach und Inlanf. Man erzählt, daß an
der Stelle der jetzigen schönen Kirche, die, sowie die schöne
Pfarre und das schöne Sclmlhaus, durch des ausgezeichneten
Pfarrers Job. Krise Thatkraft erbaut worden ist, eine uralte
Kirche gestanden habe. Pfarrer Krise bewahrt die im Grundstein
jener alten Kirche in einem Trinkglase gefundenen Reliquien,
die die Jahrzahl 1380 tragen. Derart sind die Alterthümer
von Gottschee!
mörre s. merrc.
mor§nr, möjar m. Mörser. Kämt, ineaser Lex. 192 (d. i. = mörser).
tirol. mersel, inearschl Schöpf 433, cimbr. mortear und stamf
CWtb. 148, 173. lat. uiortariuiii, alul. mortäri, morsäri, mhd.
inorsaere; neben ahd. morsali, mhd. morsei. Die dem ahd. morsäri
nahekommende obige Form ist frei vom Umlaut der anderen
Mundarten. — mö§arstrempfel n. Stößel. So auch cimbr. strempfelStößel
CWtb. 173. Dieß strempfcl für stiimpfel ist schwäbisch
Schmell. III, 683. Im ungr. Bergl. bcstreuipclt abgestumpft.
Käsmark vgl. ferner Wtb. 100, Darstellung 166, Lautlehre 221.
Morscher, Name in Altlaag, Weißenstein, Langenthon 1730; vgl.
Marscher.
Mosche f. eigentlich wol Masche, Maschen, wie ich 1730 geschrieben
finde, heißt jetzt amtlichTschermoschnitz slov. Cermosnjice obwol