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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Sehr  ö  e  r

Mundart  doppelt  auf.  —  Gebräuchlicher  ist  die  Form  mörle  n.
Mehrzahl  mörlain  Möhre.  —  mörlainsiime  m.  Mohrrübensame.—
Merleinsrauth  (für  mörlainsraute)  s.  d.  heißt  ein  Ort.  Auch  die
Kämt.  Mundart  hat  inearl  n.  Möhre;  mit  dem  Umlaut  Lex.  191.
morgen,  §moroii§  auch  smorais  des  Morgens.  Kämt,  tschmorgans
Lex.  192,  tirol.  dschmorgest  Schöpf  443;  im  cimbr.  Katechismus
von  1842  steht  schmorghezen,  schlesiscli  schinarchsta,  Weinhold ­
  83.  —  Vgl.  §uba§  Abends.
Morkho.  Jörgei  des  Morkho  sun,  Schwarzenbach  1614.  —  lm  ungr.
Bergl.  Marko  Kremnitz  1830.  Mark,  Markus  Neusol,  Schemnitz
1360—1390.
uiort,  inoat  m.  Mörtel;  nd.  murt.  Ich  finde  auch  aufgezeichnet  „moal
Mörtel“,  was  entweder  ein  Schreibfehler  oder  auf  got.  mnlda
Molte  pulvis  zuriiekzuführen  ist;  vgl.  kämt,  malta  Lex.  18S,  u.a.
Morohitz  hatte  1770  fünf  und  zwanzig  Häuser.  Als  Caplanei  losgelöst
von  der  Plärre  Riek  seit  1792.  Es  gehören  zu  dieser  Kirche  die
Orte  Eben,  Niedertiefenbach  und  Inlanf.  Man  erzählt,  daß  an
der  Stelle  der  jetzigen  schönen  Kirche,  die,  sowie  die  schöne
Pfarre  und  das  schöne  Sclmlhaus,  durch  des  ausgezeichneten
Pfarrers  Job.  Krise  Thatkraft  erbaut  worden  ist,  eine  uralte
Kirche  gestanden  habe.  Pfarrer  Krise  bewahrt  die  im  Grundstein ­
  jener  alten  Kirche  in  einem  Trinkglase  gefundenen  Reliquien, ­
  die  die  Jahrzahl  1380  tragen.  Derart  sind  die  Alterthümer
  von  Gottschee!
mörre  s.  merrc.
mor§nr,  möjar  m.  Mörser.  Kämt,  ineaser  Lex.  192  (d.  i.  =  mörser).
tirol.  mersel,  inearschl  Schöpf  433,  cimbr.  mortear  und  stamf
CWtb.  148,  173.  lat.  uiortariuiii,  alul.  mortäri,  morsäri,  mhd.
inorsaere;  neben  ahd.  morsali,  mhd.  morsei.  Die  dem  ahd.  morsäri
  nahekommende  obige  Form  ist  frei  vom  Umlaut  der  anderen
Mundarten.  —  mö§arstrempfel  n.  Stößel.  So  auch  cimbr.  strempfelStößel
  CWtb.  173.  Dieß  strempfcl  für  stiimpfel  ist  schwäbisch
Schmell.  III,  683.  Im  ungr.  Bergl.  bcstreuipclt  abgestumpft.
Käsmark  vgl.  ferner  Wtb.  100,  Darstellung  166,  Lautlehre  221.
Morscher,  Name  in  Altlaag,  Weißenstein,  Langenthon  1730;  vgl.
Marscher.
Mosche  f.  eigentlich  wol  Masche,  Maschen,  wie  ich  1730  geschrieben
finde,  heißt  jetzt  amtlichTschermoschnitz  slov.  Cermosnjice  obwol
            
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