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S c h r 6 e r
di herren hent betriegarisch,
die Herren sind betrügerisch
30. betriegarisch, venvüerarisch!“
betrügerisch, verführerisch.
Ar bateit i) §i deu andre wärt;
er bat sie das anderemal
„$o roich mir har dain haißeu band!“
so reich mir her deine weiße Hand
'ich roicli es et etc.
ich reiche nicht etc.
Ar ließait i) wällen §ain traibrüetle
er ließ lallen seine Reitgerte
35. „So roicli mir bar das traibriiatle!“
so reich mir her die Reitgerte
Si roichet irnon das traibrüetle,
sie reichet ihm die Reitgerte
ar wäßeit §i pai baißer liänd,
er fasste sie bei weißer Hand
ar pollet .ji auf §ain hengeftle,
er wirft sie auf sein Hengstlein
Ar raitet bider hinterjib,
er reitet wieder zurück
40. ja bintersih, in Türkailänd
wol zurück in die Türkei.
Seu §etzend gib nider zu schaiblain tisch,
sie setzen sich nieder zu dem runden Tisch
§eu assent und trinkhent a kurzen zait,
sie essen und trinken kurze Zeit
ar schickbet um di spilleute:
er schicket um die Spielleute
„wrisch auf, wrisch auf ir spilleute!“
frisch auf. ihr Spielleute
4b. Mägretitzle hat durch gejung:
Margretlein hat immer gesungen :
'ja maines glaichen etc.“
wol meines Gleichen etc.
’) Ein Rest des Prät., das der österr.-bair, Mundart fehlt, ist in Gottschee immer
noch erhalten, doch wird an den Stamm mit dem Ablaut der starken Verba das t
der schwachen Biegung angehängt.