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S c h r 5 e r
kumineraie f. das Elend, die Kümmerlichkeit; vgl. slovenisch kumcrn
mager, kumernost Magerkeit. Aus Roman, combre s. kampar.
„kümmerte elender Mensch“, Elze 35; vgl. kümerle, Schmell. 11,300.
kümerling Stalder II, 140. Vgl. knmmeraie, kamper.
Kummerdorf hei Nesselthal, hatte 1770 dreizehn Häuser.
Cump, liump, Kumpf, Name in Krapflern 1560.
Kumb, Name in Schwarzenbach, Mosel, Mosche, etc. 1750, Stockendorf
1867.
Kumpe, Name in Krapflern 1614.
kumpf n. und kump Wetzsteinbehälter, so auch cimbr. CWtb. 140,
kämt., tirol. Lex. 169, Schöpf 352 bair. Schm. II, 302. Im
ungr. Bergl. gebraucht man dafür das md. Wort kotz f., die
Kütze, schlötekötz Nachtr. 37 a .
kunken glotzen, mit Begier dem Essenden Zusehen. Das Wort stimmt
in der Bedeutung auffallend zu got. hunjan begehrlich nach
etwas trachten. Marc. 10, 24, englisch hone schmachten Gr.
Gr. IV, 841, alemann. „hungen wird von Bäumen gesagt, deren
Blütenknospen vor Trockenheit nicht ausgehn können“. Stald. II,
63. (Je- vorzusetzen, das mit h zusammen k wird, ist der G.
Mundart zuzutrauen, s. G. und oben S. 132 [297].
Kuutschen, Ort bei Altlaag, hatte 1770 drei Häuser.
Kupb, Name in Otterbach 1700; vgl. Cump.
„kupitzc, pupitze Nabelschnur.“
Kürehlern, Ort 1770 mit vier Häusern.
kurle n. kleines Messer.
Kuschel bei Struschnitza, Ortsname.
Kuselc, Kussel, Name in Eben, Götenitz 1800.
Cusolt, Kusolt, Name in Kletsch l56Ü, in Schalkendorf 1614, in
Reichenau, Untersteinwand 1750. Vgl. den fränk. Namen Cuswald,
Paul. Diac. I, 21.
Kuff, Name in Mosche 1750.
L wird R in prinjlaich Blindschleiche; rearächle Lerche s. d.
fm In- und Auslaut neigt es sich zum t und u: biild, bäud, hiluj
Hals u. A.; vgl. oben S. 24.
laag, Altlaag, Pfarrort, zählte 1770 sieben und sechzig Häuser;
Neulaag 17. Gewöhnlich Iiüog, Lhagj der Luogar, Mehrz. Luogare,
di Luogarin. — Dnter-Lag zählte 1867: 1000 Deutsche,