Weitere Mittheilung-en über die Mundart von Gottschee.
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in's Niderländ zar lieben §ain.
beim ar äwer hin i§t kam.
klnckbet ar pain w r an§ter an:
„i?t main den liebe a hoime?“
deu liebe dain i$l et a hoime,
?i ijt in röasengärten,
§i prichot ir de röe§ geliecht!
Zabeu hent ir de röej geliecht?
§i bert heint de kranzlain pinten,
§i geat dir möarn ze kone
mit ir dam nächsten dan lieben.
„her i§t ir dar nächst dar liebe?“
dar näcbnijte gemoinar! —
bie loidic barot dar kuckhe!
ar wlichot bider hinter§ih.
pain bage da i§t a heuschober,
ar §itzot hin awn heuschober.
bie loidic barot dar kuckhe:
„o liebeu, lieben, liebeu main !“
und töat da barot dar kuckhe.
Gewöhnlicher Zusatz: und sait dar zait kucket kein kucke mer,
bie ar an ersten heuschober sicliot.
Der Kuckuck, der Frühlingsbote des Volksliedes sonst s. Uhlands
Schriften III, 23 ff., zuweilen auch Symbol des Undankes, s. Vilmar,
Handbüchlein des Volksliedes S. 187, wol auch noch der Treulose,
erscheint hier, als der betrogene Liebhaber, rührend in seinem
Schmerze; der ihm das Herz bricht. Die mir bekannten Kuckuckslieder,
z. B. Uhland S. 43, 387, 679, weichen ganz ab.
Kuckher, Name in Gottschee hei Elze 40; vgl. Fleck,
külen heben, kämt, käln, tirol., bair. Lexer 154, Schöpf. Ahd. challön,
nilul. kallen schwatzen. Vgl. Schmell. II, 288.
knilo f, d. i. kuilä die Zauke; kuilin f. meretrix, den kuiliu jugot
§lh die Hündin jagt sich, d. i. ist läufig; vgl. kollel Hundsname;
tuet de kollal allwal belln etc., schottisch collie ein
Schäferhund, Schmell. II, 290, tirol. goale Hund. Fromm. III.
325 fehlt bei Schöpf. Weder ital. cagna noch slov. kazlja
stimmen. Elze 55: „knilo, kuliin Hündin“. Das daselbst verglichene
guila, zabcl GrafflV. 183 gehört nicht hieher.