S c h r ö e r
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krauken lärmen; „verkleinert“ krieken, kreaken ein wenig lärmen,
durcheinander schreien; hctoin kreakons i§t gebiln, solch ein
Lärmens ist gewesen! Es ist hier anzunehmen ein krauken für
krüken, das enthalten ist in kraukützcn glucken Gr. Wtb. V,
2088. Dieß kräken mahnt an die Form kräke neben kracke
Krähe Gr. Wtb. V, 1927. Davon abgeleitet wäre die Bildung
kracken, wenn ein Fall nachweisbar ist, daß ein *, wie das e
und oe, in Gottschee auch ea, ie gesprochen wird. Deshalb
dürfte hier immerhin zunächst das slov. kregati schelten, sowie
zu krauken slov. krökati krächzen, krökar Rabe, lett. krauklis,
poln. kruk zu erwägen sein; da hei diesem Worte in den urverwandten
Sprachen die Lautverschiebung stockt, s. krn, ist es
schwer zu entscheiden, auf welcher Seite Entlehnung stattfand.
Ganz zu trennen ist wo! von diesen Formen: krecken s. d.
(’rakhar, Name in Krapfenfeld, Stockendorf, Craker, Nesselthal, Krukcr,
Schalkendorf, Altlaag, Komutzen, Nesselthal, Krapflern etc.
1800, vgl. Kriigger 1614, nl. kraker Nussbrecher,
krackhe f. 1. das Kernhaus im Obst, 2. Unreinigkeit im Augenwinkel.
Letztere Bedeutung hat auch cimbr. kreko Wtb. 138, tirol.
gregken Schöpf 210 vielleicht ahd. krecko; sie steckt in dem
kämt, greggauget Lex. 123. Schmell. führt an die Formen
griekn, groikn, gruikn II, 107, wozu von Hildebrand das
Schweiz, griegel, griengel, mrh. krankel verglichen wird (aus
Presburg kenne ich für die zweite Bedeutung den Ausdruck
raunkerl n. vgl. kämt, raunggn Lex. 205) Gr. Wtb. V, 1929.
krackte f. Rückenkorb, Tragreif, cimbr. krakasa, tirol., kämt, kraxn,
kraxe, vgl. Hildebr. in Gr. Wtb. V, 1925. Wälschtirol crachesa;
Schneller 135. Im ungr. Bergl. kriickse, s. m. Nachtr. 37“.
Krainer, Crainer, Kreiner als Name in N. Losin 1560. 0. Losin,
N. Losin 1614, 1680. Koflern, Sele, Götenitz 1750.
kramaigcln prickeln. Der erste Theil des Wortes ist wol kram m.
Krampf Schmell. II, 385; der zweite aigeln, kämt, igeln transponirt
aus ilgern s. Leonh. Frisch I, 487 ; vgl. eilen Gr. Wtb. III,
108; aus ahd. ilgi fames vel stridor dentium Graff I, 245 zu
lithauisch: alkster fame uri, das Bopp zu sanskr. älpa stellt
glossar. compar. 24.
Kramer, Kromcr, Name in Gottschee 1669. Malgern, Kletscb, Morohitz,
Altbacher, Ebenthal 1780.