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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

Weitere  Mittheilungen  über  die  Mundart  von  Gottschee.

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knospe;  m.  Holzschuh,  ital.  cospo.  Ducange.  cnspus  sandalium,
xovanos  darouff  etc.  s.  Schneller  S.  135.  In  den  bair.  Alpen
knospe  Schmell.  II,  376,  tirol.  knasp  Schöpf  330.
knösplcr,  Name  in  Reichenau,  Schalkendorf,  Mrauen,  Niedermösel,
Skrill,  Fliegendorf  1730.
knowel  m.  Knoblauch,  kämt,  knoufel,  cimbr.  knoveloch,  schwäb.,
österr.  knofel,  Schmid  320.  Castelli  143,  Gr.  Wtb.  V,  1449.
Robbe,  Gottscheewer  Familienname  bei  Elze,  S.  40.  Cobbo  ist  ein
altsächs.  Name  des  IX.  Jahrh.  s.  Stark  Kosenamen  117.
Robetitsch,  Name  in  Deutschau,  Schöflein  1730.
kobilitze  f.  Kuh,  die  nicht  zugeht;  vgl.  etwa  kobel  Stute,  Gr.  Wtb.  V,
1340,  im  ungr.  ßergl.,  Wtb.  72,  und  -itze.  Im  Slovenischen  ist
kobilica  die  Heuschrecke.
kochiide  f.  n.  zum  Kochen  bestimmter  Vorrath  an  Rüben,  Kraut  etc.
im  Keller,  kochiulle  n.  Mehrz.  kochadlain  die  Tracht  Speisen,
was  auf  einmal  aufgetragen  wird,  alemann.  kochete  f.  Stald.  II,
118,  kämt,  kochade  in  der  ßedeutung,  wie  hier  kochadle
Lex.  163.  Hingegen  für  die  Bedeutung  in  erster  Form  erscheint
sonst  der  Umlaut  kochet  s.  Gr.  Wtb.  V,  1361.  Vgl.  machilde,
§albäde,  smirbäde.  Diese  Bildungen  treten  in  Masse  in  der
Schweiz  und  in  Franken  auf,  s.  darüber  Gr.  Wtb.  V,  1361,
kochet  c).
hhodnikh,  Name  in  Mitterdorf  1700.
kowel  m.  Mehrz.  köwle  Hügel,  Steinhaufe,  steinichter  Grund;  kofel
in  den  bair.  Alpen,  Tirol,  Kärnten,  Gr.  Wtb.  V,  1374,  cimbr.
kovel  Höhle,  Rinne,  ital.  cova,  covile;  Wäischtirol.  coel  (zweisilbig) ­
  m.  im  Cod.  Wangianus  covalum  s.  Schneller,  S.  103.
koffc  f.  die  Hüfte.  Daher  koffen  in  auskotfen,  ausgekofft  verrenken,
verrenkt.  Ein  seltenes  Wort;  ahd.  golla  elunes  GrafFIII,  176,
mhd.  goffe,  guffe  f.  Hinterbacke,  mhd.  Wtb.  I,  332.  Wie  es
scheint  in  md.,  zum  Theil  auch  in  alemann.  Gegenden  verbreitet. ­
  Über  die  Bezeichnung  der  Körpertheile  in  Gottschee  s.
keue.  Die  Hinterbacken  heissen  in  G.  Arsplittte  s.  d.
Roller,  Name  in  Klindorf,  Verdreng  1730.  Der  Name  lautet  bei  den
Cimbern,  wo  er  auch  vorkömmt  Coveler  im  Cod.  Wang.  Cavallarius,
  Schneller,  S.  103  und  oben  kowel.
Rollern,  Ort  bei  Mitterdorf  1770  mit  39  Häusern,  vgl.  kowel,
Rofler.
            
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