Weitere Mittheilungen über die Mundart von Gottschee.
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jiiiiclieirre in. Junggeselle, mhd. juncht'rrc s. das Lied unter pattlar.
Jnran und Jnrlan, Name in Kletsch, Stockendorf 1700—1750.
Jnrmann, Name in Ribnik 1080. Ort. Krapflern, O. Tapelwerch,
Rick 1750.
K stellt für T in Itenkpöre s. d. tüken s. d. vgl. auchD und T, S. 63;
üockel, zeckein s. d. für zottel zetteln.
Gequetschtzu tsch erscheint das R in witsche Wicke, kitschar
Kicher, vielleicht auch in tschorbe Korb. Wandlung eines alten
TW in B. kaum zu vergleichen mit dem altlat. B für D F (bis—
dvis) wie Schneller S. 99 meint, siehe unten unter W.
Für ch (auf niederdeutschen Einfluss weisend) in si-kin
das Sie-chen, Weibchen, jau-ke Sau, laukern s. d. merke f.
Möhre. Auffallend ist k auch in müken s. d. muhen.
Für 0 1 ) steht R etwa in krenland, klockhe, kamper, knaus,
koll'e, kockatzen. Las R wird nicht nur vor der Stammsilbe,
sondern auch vor dem Yocal einer Endsilbe aspiriert: hackheu.
Khiicherlc, Name in Rick 1014. Vgl. Riggel.
kaufmanschatz m. Waare. ich wil auz faren gen teutzen landen mit
kauf mansch atz voc. ital. tod. Münchner cod. it. 362 f. 76.
kafmhss n. „Raufmess (Elze)“ ein halber Metzen, Getreidemass,
auch mirlinc s. d.
käib. kiluh n. Kalb. Das vocab. 1423 bat schon die RA. die chelher
scherzen ich glaub ez wol regnen f. 61\ — bitssar kiiuble n. Fischotter;
Molch, kelbitzin f. stierfähiges Kalb. vgl. — itze und lample
n. kämt, kellmtzc I'. Lexer 153.
kälch m. Kalk; külchgrund m. zum Kalkbrennen bestimmter Grund.
Die oberdeutsche Form mit ch Schmell. II, 292, die auch
cimbrisch, kärntisch u. s. w. erscheint, entspricht der Lautverschiebung
(ydh^, ydthx-og alul. chalch).
1 ) Unter G S. 89 f. ist uachzutragen: g für ge stellt vorgesetzt in kaillcr s. d.. glllllmaoheten
s. d., griessei s. d. (=riießel) — keikctf?) s. d. (vgl. auch klinken [vielleicht
glnill-Aen]). — gal gelb: galihf Goldamsel. — gatzen der alteVogel gatzet die
jungen. — geprasl Lärm. — gerhäbar m. Vormund. — Gor Gregor. — ginn
Gaumen. — gulll prügeln. — guct n. (nicht guot S. 96) Viehstand, besonders
Rindvieh; vgl. wiche Schafe.