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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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S  c  h  r  ö  e,r

Jokc,  Name  in  Altbacher  1614.  Das  ist  .schweizerisch:  Joggi.  Rochholz
b.  Frommann  IV,  469  aus  Jacob.
Johannistag.  An  demselben  werden  Johanniskraut,  Pappelweide  und
Wucherblume  in  die  Äcker  gesteckt;  Sträuße  davon  in  die
Fenster,  s.  sumitteu  röase.  Abends  lodern  Feuer  aufs,  kresweuer.
jöken  weinen,  slovenisch  jokati  sc.
Jonke,  Name  in  Hornberg  1614.  Oberlosin,  Fletsch,  Sele,  Hoheneck,
Hornberg,  Miisel,  Dürnbach,  Verdreng,  Deutschau,  Oberem  1730
bis  1867.
joppe  f.  der  lange,  um  die  Hüften  eng  anliegende  weißeTuchrock  ohne
Ermel,  Hauptbestandteil  der  Kleidung  der  Gottscheewerin.  Die
Weiber  von  Berchtesgaden  sollen  durch  Stoff  und  Schnitt  ihrer
weißwolleneu  Joppen  an  ihre  einstige  Heimath  an  der  Loisach
und  Ammer  erinnern.  Schmell.  II,  270.
Jörgei  des  Mai  sun  und  Jörgei  des  Morkho  snn  beide  in  Schwarzenbach ­
  1614.
IrchirkollinexSchalkeudorf  1780  ;  ircher  d.  i.  Weissgerber  Schm.  1,97.
ir  ihr;  so  wie  der  „Cimbro“  hat  auch  der  Gottscheewer  das  öss  der
bairisch-österr.  Mundart  für  ihr  nicht.  Dieß  öss  —  wenn  es
auch  immer  noch  aus  älterer  Zeit  nicht  nachgewiesen  und  daher
als  uralte  Dualform  nicht  über  jeden  Zweifel  klar  ist  —  war  in
der  Zeit  als  Gottschee  bevölkert  wurde,  um  1330  —  1360  in
der  österr.-bair.  Mundart  üblich;  s.  Weinhold  bair.  Gr.  S.  367;
die  Einwanderer  kannten  es  nicht;  sie  waren  Alemannen  und
vielleicht  auch  Franken.  So  viel  sie  auch  vom  österreichischen
angenommen  haben  s.  ertac,  summitten;  das  charakteristische
öss  ist  nicht  eingedrungen.  Auch  die  Endung  der  H.  Person
Plur.  in  -ets  nicht.
irde  ihre:  Mario  irde  zeherlain  im  Liede  s.  Maria.
i§t  ist,  hat  auch  die  Bedeutung  von  „wird“  als  Hilfszeitwort  des  Passivums:
  der  Teig  wird  gemacht:  dar  toig  i§t  gemachet  s.  oben
Seite  38.
i^terlach  n.  Estrich,  ungedielter  Boden  im  Flur  oder  Zimmer.  Cimbr.
esterach,  mhd.  esterih  m.  daher  slov.  jösterljch
-itze  in  powalitzc  s.  d.  lapitze  s.  d.  -itzin  in  kelbitzin  s.  d.  Vgl.  Gr.
Gr.  III,  339  und  iampitze  unter  lample.
jnchatzon  juchetzen  s.  Schmell.  II,  263,  Lex.  132.
jüdedorn,  jiideschdorn  auch  ägendorn,  hilgendorn  Hagedorn.
            
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