Weitere Mittheilungen über die Mundart von Gottschee.
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pilich, pisen, powalitze, wormaiss (unter f) gott (wo zu ergänzen
ist, daß jenes zu golde gehn doch auch schon in der älteren Sprache
nachzuweisen ist; s. Schm, unter gott neue Ausgabe) heiraten, hexin,
hochzeif, keue, kleidung, narnng, ostern, sidelstoin, slangc, jnmitten,
baiss (unter w), bilt (wild). — Diese Beigaben werden Zeugnis
geben dafür, dass Gottschee auch in dieser Hinsicht noch eine reiche
Fundgrube ist, so wie sieb ja auch in der Sprache so viel alterthümliche
Wörter und Formen erhalten haben.
Erschöpfendes wird man von mir nicht verlangen und bei
Beurtheilung der mit dem Vorliegenden abgeschlossenen Ausbeute
billig in Anschlag bringen, dass ich in dem mir bis dahin wildfremden
Ländchen nicht einmal einen vollen Monat weilen konnte. Nur wer
Ähnliches unternommen, vermag die Schwierigkeiten zu ermessen,
die man zu überwinden bat, um unbeirrt von möglicherweise schiefen
und falschen Belehrungen, die eher herandringen als das verborgene
Echte, zu dem letzteren Zugang zu gewinnen. Und so mag die vorliegende
Schrift, die nun auch die letzte der weniger bekannten
deutschen Sporaden Österreichs in Bezug auf ihre Mundart in
helleres Licht zu stellen bemüht ist, einer freundlichen Aufnahme
empfohlen sein.
Für das Ländchen Gottschee aber und seine achtungswerthen
Bewohner, die ich als Deutsche, nicht nur was ihre Sprache anlangt,
sondern auch in ihrer treuen, ehrlichen, wahrhaften Natur und
Sittlichkeit lieb gewonnen, möge sie beitragen das deutsche Selbstgefühl
zu heben, vielleicht auch Anregung geben die hiermit begonnene
Sammlung weiter fortzusetzen, zu berichtigen und zu vervollständigen
!
Wien, am Karfreitage 1870.